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Goldene Apple Watch durch Magnete völlig zerstört

15.06.2015 | 14:39 Uhr |

Wo rohe Kräfte sinnlos walten: Anders kann man diese Zerstörung einer Apple Watch Edition nicht beschreiben.

Dass starke Magnete Festplatten und andere Speichermedien zerstören können, gehört mittlerweile zum Allgemeinwissen. Und dass man eine Apple Watch besser nicht in den Mixer eines US-Amerikanischen Herstellers steckt, nutzt dieser zu Werbezwecken: Man kann mit ihm nämlich weitaus gesündere Dinge kleinhäckseln.

Ein bei Phonearea.com aufgetauchtes Video treibt die Zerstörungswut auf die Spitze: Die goldene Apple Watch Edition kommt zwischen zwei starke Neodymmagnete und haucht ihr Leben aus. Kaputt geht die Apple Watch Edition jedoch nicht durch das starke Magnetfeld, sondern dessen Folgen: Die in etwa 20 Zentimeter Abstand gebrachten Metallblöcke ziehen sich gegenseitig an und klatschen mit hoher Geschwindigkeit von beiden Seiten auf die Smartwatch. Das goldene Gehäuse trägt nur einen begrenzten Schaden davon, das Display ist jedoch gebrochen, von der weiteren Technik dürfte auch kaum etwas übrig geblieben sein.

Was die Macher des Videos damit zeigen wollen, stellt uns vor ein Rätsel. Lautet deren These: "Hält die Apple Watch nicht einmal Magnete in ihrer Nähe aus?" oder "Es ist uns scheißegal, ob wir eine goldene Uhr kaputt machen, wir können uns das leisten" oder "Wir hätten in unserer blinden Zerstörungswut auch einen Hammer nehmen können, aber so ist es nerdiger". Wir vermuten einen Mix aus den drei Thesen und fragen uns, ob nicht sogar das verwöhnte Kid, das im letzten Herbst vor laufender Kamera ein neues iPad Air 2 mit bloßen Händen verbog einen sinnvolleren Beitrag zur Materialkunde geleistet hat.

Die im Video verwendeten Magnete bestehen anscheinend aus einer Legierung aus Neodym, Eisen und Bor. Die daraus entstehenden Magnet sind die stärksten Dauermagnete. In der gegebenen Größe können sie mit einer Kraft von mehreren 1000 Newton aneinanderhaften, also dem Äquivalent, das die Schwerkraft der Erde auf mehrere hundert Kilogramm ausübt. Die magnetische Flussdichte eines Neodymmagneten kann bis zu 1,2 Tesla betragen, schon ein Feld mit einer Flussdichte von 1mT kann Schäden an elektronischen Geräten verursachen.

Die beim Versuch wirkenden Kräfte sind am ehesten mit denen in einem Schraubstock zu vergleichen (nur so könnte man gegenpolige Neodymagnete aneinanderpressen...), insofern ist es nicht verwunderlich, dass die Apple Watch Edition die Prozedur nicht übersteht. Man könnte in einem nächsten Versuch natürlich auch eine Apple Watch vom Zehnmeterbrett in ein leeres Schwimmbecken fallen lassen, mangels Magnetfeld könnten aber die Chips in der dann ebenfalls mechanisch zerstörten Smartwatch noch funktionstauglich sein...

Apple Watch - Alle technischen Details

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