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Steuerberater expandieren in Osteuropa

29.09.2008 | 13:15 Uhr |

Die Märkte Zentral- und Osteuropas werden für Österreichs Wirtschaftstreuhänder immer interessanter. TPA Horwath, die Nummer 5 auf dem österreichischen Markt, erwirtschaftet bald die Hälfte ihrer Beratungsumsätze im CEE-Raum - mit internationalen Klienten.

"Das lokale Geschäft überlassen wir den anderen", sagt der für die Ost-Expansion zuständige TPA Horwath-Partner Klaus Bauer-Mitterlehner. 400 der rund 900 Mitarbeiter arbeiten an den CEE-Standorten der Unternehmensgruppe. "Voraussetzung für den Erfolg ist die Anwesenheit von fachkundigen österreichischen Beratern vor Ort", sagt Bauer-Mitterlehner.

Am vergangenen Wochenende eröffnete TPA Horwath in der bulgarischen Hauptstadt Sofia den jüngsten Auslandsstandort mit einer großen Party. Das Team, seit seinem operativen Beginn Ende 2007 bereits auf 20 Mitarbeiterinnen gewachsen, präsentierte sich zunächst im neuen Office im Zentrum der Hauptstadt und später im Grand Hotel Sofia vor rund 400 Gästen aus Wirtschaft und Politik. Verantwortlich für den großen Auflauf war die Chefin des Standorts Sofia, Maya Hristova, die ein umfangreiches Netzwerk an Kontakten, das wichtigste Kapital für einen neuen Standort, eingebracht hat.

Prompt erhielt die neue Partnerin für ihre Verdienste auch eine Auszeichnung des einflussreichen Bulgarischen Business Leaders Forum überreicht, direkt aus den Händen von Direktor Stamen Tassev. Er würdigte Hristova als exzellente Netzwerkerin und die TPA Horwath als jenen Berater, den sich Unternehmen für ihre Expansion in Bulgarien holen sollten. Besonders zufrieden äußern sich die Bulgaren ja darüber, dass Österreich nach wie vor der größte Direktinvestor im Land ist. Davon zeugt auch die überall präsente Straßenwerbung von Billa, Baumax, OMV, Raiffeisen, Bank Austria, Uniqua oder Wiener Städtische.

Das TPA Horwath-Netzwerk in Zentral- und Osteuropa umfasst inzwischen elf Standorte in acht CEE-Ländern. In Bulgarien ist das TPA Horwath Team vor allem auf dem Gebiet der Regulatory Services aktiv. Behörden und Unternehmen - speziell aus dem Energie- und Telekombereich - profitieren vom Fachwissen und der langjährigen Erfahrung auf diesem Gebiet. Hinzu kommen als wichtige Schwerpunkte der Immobilien-Bereich, Steuerexpertisen und IFRS-Beratung. Klaus Bauer-Mitterlehner, Geschäftsführender Gesellschafter und Managing Partner CEE: "Sofia stand auf dem Expansionsplan des Horwath International Netzwerks an oberster Stelle - im Rennen mit den Griechen haben wir gewonnen."

Als Ostpionier der Steuerberaterbranche startete TPA Horwath bereits 1993 die Expansion in die zentral- und osteuropäischen Nachbarländer. In Ungarn (Budapest) wurde der erste CEE-Standort eröffnet, es folgten Tschechien, Slowakei, Slowenien, Polen, Kroatien und Rumänien. Mittelfristig sind laut Bauer-Mitterlehner weitere Standorte in der Ukraine, Russland und auch in der Türkei geplant.

Unterstützt und eingebettet wird diese Expansion vom Horwath International (HI) Netzwerk, einer Vereinigung von selbständigen Beratern (130 Mitgliedsfirmen mit 465 Büros und mehr als 19.000 Partnern) mit einem Jahresgesamtumsatz von 2,8 Mrd. US-Dollar (2008). Horwath International hat das ehrgeizige Ziel, die Nummer 5 weltweit zu werden - gleich nach den Big Four. Bernard Deloménie, Chef von HI Europe, Middle East & Africe, kündigte hierzu in Sofia eine Ausweitung des HI-Netzwerks in Lateinamerika und Asien, insbesondere China, an. (pte)

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