Bertelsmann sieht in anderen kostenlosen Musikportalen wie Gnutella und iMesh keine Gefahr für die Tauschbörse Napster. Deren Nutzergemeinde sei verglichen mit Napster "winzig" und die Technik zu kompliziert.
Bertelsmann sieht in anderen kostenlosen Musikportalen wie Gnutella und iMesh keine Gefahr für die Tauschbörse Napster. Deren Nutzergemeinde sei verglichen mit Napster "winzig" und die Technik zu kompliziert, sagte der Sprecher der Bertelsmann eCommerce Group (BeCG), Alexander Adler, auf dpa-Anfrage.
"Nicht umsonst sind die meisten Benutzer bei Napster und nicht bei Gnutella", fährt er fort. Im Streit um die Zukunft der Musiktauschbörse in den vergangenen Wochen hatten Experten darauf verwiesen, dass Musikliebhaber selbst bei einer möglichen Schließung des Napster-Portals ausreichend kostenlose Alternativen hätten.
Die Auseinandersetzung zwischen Napster und der Musikindustrie wird unterdessen am 2. März vor Gericht weiter gehen. Nach dem abgelehnten milliardenschweren Friedensangebot der Tauschbörse wollen beide Seiten erneut über die einstweilige Verfügung verhandeln.
Die Musiktauschbörse Napster hatte der Plattenindustrie ein Angebot in Höhe von einer Milliarde Dollar für den Fall einer Zusammenarbeit und der Beilegung der Rechtsstreitigkeiten unterbreitet. Ab kommendem Sommer wollen die Partner Napster und Bertelsmann das Musik-Angebot mit einem neuen Geschäftsmodell kostenpflichtig betreiben. (PC-WELT, 28.02.2001, dpa/ hc)




