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Gnupg 2.0 ist da

16.11.2006 | 15:51 Uhr |

Das quelloffene Verschlüsselungsprogramm GNU Privacy Guard ist in der neuen Version 2.0 erschienen, die jetzt modular aufgebaut ist. Es gibt allerdings vorerst noch keine Windows-Version.

In der neuen Version 2.0 ist der GNU Privacy Guard (GPG) mit einer neuen Architektur aufgebaut. Die Verschlüsselung-Software ist nun modular aufgebaut und unterstützt jetzt auch Smartcards. Die Version 2.0 kann parallel zu einer älteren 1.x-Version installiert und betrieben werden. GPG ist zu den verbreiteten Verschlüsselungsstandards Open PGP und S/MIME (X.509) kompatibel. Es kann auch im Zusammenspiel mit SSH zum Login auf Remote-Systemen eingesetzt werden.

Die Versionslinie 1.x von GPG soll laut Ankündigung des Entwicklers Werner Koch weiterhin gepflegt werden. Sie sei für kleinere Systeme und Server-Anwendungen, die lediglich Open-PGP-Unterstützung benötigen, völlig ausreichend. Ein Umstieg auf Version 2.0 ist also für die nähere Zukunft nicht erforderlich.

Zunächst sind ohnehin nur die Quelltexte verfügbar, die so nur für aktuelle Linux- und BSD-Systeme geeignet sind. Eine installierbare Binärversion für Windows ist noch nicht in Sicht. Auch für andere Systeme als Windows müssen Interessierte die Quelltexte selbst kompilieren, was nur mit sehr aktuellen Distributionen ohne größere Probleme gelingen wird. Bei den meisten Linux-Distributionen fehlen die benötigten neueren Versionen diverser Bibliotheken.

Die Quelltextpakete stehen auf verschiedenen Mirror-Sites zum Download bereit.

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