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Gmail-Scan überführt Pädophilen

05.08.2014 | 05:13 Uhr |

In den USA konnte ein Sexualstraftäter dank dem Gmail-Scan von Google überführt werden. Das Tool fand belastende Fotos in einer Email des 41-Jährigen.

Bereits seit mehreren Jahren scannt Suchmaschinen-Riese Google die über seine Dienste verbreiteten Fotos auf kinderpornografische Inhalte. Die gefundenen Bilder werden mit einer Datenbank des National Center for Missing & Exploited Children abgeglichen. Seit April 2014 durchleuchtet Google auch die Konten seines Email-Dienstes Gmail.

Bei einem dieser Scans wurde das Unternehmen im vergangenen Monat fündig. In der Email eines Gmail-Nutzers entdeckte Google explizite Aufnahmen eines jungen Mädchens. Der Konzern händigt die Bilder an die lokale Polizei aus. Die Behörden erwirkten daraufhin einen Durchsuchungsbefehl für das Heim des Gmail-Postfach-Inhabers John Henry Skillern.

Dort fand die Polizei weitere kinderpornografische Inhalte auf Skillerns Smartphone und Tablet sowie Textnachrichten und Emails, in denen der 41-Jährige sein Interesse an Kindern diskutiert hatte. Skillern ist ein bekannter Sexualstraftäter, der bereits mehrmals straffällig geworden war. Durch den Gmail-Scan wurde nun erneut Anzeige wegen Besitz und Verbreitung von kinderpornografischen Inhalten erstattet.

Google macht Jagd auf Kinderpornos

So nützlich der Gmail-Scan in diesem Fall war, so umstritten ist er in anderen. Neben kinderpornografischen Inhalten scannt Google die Postfächer seiner Gmail-Kunden auch für Werbezwecke. Was genau mit den gefundenen Daten passiert, ist meist unklar.

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