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Glubble: Kinderschutz-Erweiterung für Firefox

19.06.2007 | 17:16 Uhr |

Mit Glubble steht ein Plugin für Firefox zum Download bereit, das dem Browser eine Kinderschutz-Funktion spendiert.

Das britische Unternehmen Glaxstar hat mit Glubble eine Erweiterung für Firefox als Beta-Version veröffentlicht, die den Browser mit einer Kinderschutz-Funktion ausstattet. Nach der Installation der Erweiterung sind Eltern in der Lage, eine größere Kontrolle darüber zu erhalten, auf welchen Websites ihre Kinder surfen. Glubble steht für „Global Bubble“. Ziel ist es, eine Art "Internet-Blase" zu erzeugen, die Websites kennt, die Kinder bedenkenlos besuchen dürfen. Kinder dürfen wiederum nur innerhalb dieser "Blase" surfen.

Glubble richtet sich an Eltern mit Kindern unter 12 Jahren. Entsprechend wurde auch Wert darauf gelegt, dass die Kinder mit aktiviertem Glubble innerhalb von Firefox besonders bequem surfen können. Zielgruppe sind englischsprachige Kinder, entsprechend sind auch die von Glubble angebotenen, kindgerechten Websites englischsprachig. Einen Ausblick darauf, welche Websites Glubble den Kindern zur Auswahl bietet, liefert die Website www.Glubbleworld.com .

Glubble arbeitet mit einer Whitelist und gestattet somit auch nur den Besuch vorab festgelegter Websites. Auch die Suche auf Google oder Yahoo ist möglich, den Kindern werden allerdings nur Suchergebnisse von Websites präsentiert, die in der Whitelist enthalten sind. Die Whitelist umfasst über 300 Einträge und kann erweitert und mit anderen Eltern getauscht werden. So ist es künftig geplant, dass Eltern vertrauenswürdige Personen auswählen dürfen, die Glubble ebenfalls nutzen und mit ihnen die Whitelist teilen. Bei mehreren Kindern dürfen auch mehrere Konten angelegt werden, innerhalb derer die Kinder die Oberfläche personalisieren dürfen. Sobald sich die Eltern einloggen, steht ihnen ungefiltert das gesamte Internet zum Surfen zur Verfügung.

Während der Beta-Phase sammelt Glaxstar Verbesserungsvorschläge für Glubble, die dann in die finale Version einfließen sollen. Deren Erscheinen ist derzeit für Oktober 2007 geplant.

Der Ansatz von Glubble mag begrüßenswert sein, allerdings könnte es sinnvoller sein, wenn Eltern mit ihren unter 12jährigen Kindern lieber gemeinsam das Internet entdecken und damit direkt und sofort Einfluss darauf nehmen können, welche Websites ihre Sprösslinge besuchen. Glubble könnte dann als Alternative dafür dienen, wenn die Eltern mal ihr Kind unbeaufsichtigt im Internet stöbern lassen wollen. Wobei dann aber auch sichergestellt werden muss, dass die Kinder nicht einfach einen anderen Browser aufrufen können, um ungeschützt im Internet zu surfen.

Die Downloadgröße von Glubble Beta beträgt 3,5 MB .

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