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Glassdoor – neues Job-Portal verrät Gehälter und Mitarbeiter-Erfahrungen

15.01.2015 | 09:46 Uhr |

Mit Glassdoor ist in Deutschland ein neues Karriere-Portal gestartet, das nicht nur Stellenanzeigen bereithält, sondern auch Bewertungen über Arbeitgeber und sogar sonst eher unbekannte Informationen über Gehälter in bestimmten Unternehmen bietet.

Das US-Unternehmen Glassdoor ist ab sofort auch mit einer deutschen Webseite verfügbar: www.glassdoor.de . Die deutsche Version von Glassdoor wurde am 15. Januar 2015 um 6 Uhr freigeschaltet.. Anders als reine Online-Stellenportale veröffentlicht Glassdoor nicht nur Jobanzeigen. Und im Unterschied zu Xing oder LinkedIn geht es bei Glassdoor auch nicht so sehr um die Vernetzung und das Sammeln von Business-Kontakten. Stattdessen will Glassdoor Arbeitnehmern und Stellensuchenden spannende Informationen liefern, über die Arbeitgeber sonst lieber nicht reden.

Wie viel verdient mein Kollege?
 
So gibt es auf Glassdoor eine eigene Rubrik, in der die bei Glassdoor angemeldeten Nutzer Informationen über Gehälter posten können. Wenn Sie also wissen wollen, wieviel die Kollegen in Ihrer Branche an Ihrem Ort verdienen, lohnt ein Recherche-Versuch auf glassdoor.de. Ebenso gibt es eine eigene Rubrik, in der Stellensuchende ihre Erfahrungen aus Vorstellungsgesprächen schildern können. Das dürfte nicht jeden Personalchef erfreuen.

Die besten Jobbörsen im Internet

Darüber hinaus können die angemeldeten Nutzer über ihre Arbeitgeber Bewertungen veröffentlichen. Das alles ist natürlich anonym möglich. Alle diese Informationen – also Unternehmensbewertungen, Gehaltsinformationen und Infos zu Vorstellungsgesprächen – kann man sowohl als aktueller Mitarbeiter als auch als Ex-Mitarbeiter des betreffenden Unternehmens veröffentlichen.
 
Und schließlich gibt es auch noch klassische Online-Stellenanzeigen. Nach diesen können Sie genauso wie nach Unternehmens-Bewertungen, Gehälter-Informationen und Erfahrungen mit Vorstellungsgesprächen nach Jobtitel, Stichwörtern, Unternehmensnamen und nach der Region suchen.

Um Glassdoor gewinnbringend nutzen zu können und beispielsweise die Gehaltsangaben lesen zu können, ist eine kostenlose Registrierung erforderlich. Entweder mit einer verifizierbaren Mail-Adresse oder per Facebook- oder Google+-Konto. Danach kann man Glassdoor zehn Tage lang vollständig nutzen. Nach Ablauf dieser 10-Tages-Frist muss der Nutzer eigene Arbeitgeberbewertung oder Gehaltsangaben posten, um weiterhin Zugriff auf alle Funktionen und Informationen zu haben. Glassdoor legt also Wert auf aktive Teilnahme. Glassdoor nennt dieses Prinzip „Give-to-get-Modell“.

Alle Inhalte werden laut Glassdoor moderiert, bevor sie  veröffentlich werden. Damit soll sichergestellt werden, dass der Inhalt dem Verhaltenskodex der Community entspricht und die Identität des Absenders nicht ungewollt verraten wird. Sobald eine Bewertung eingestellt wurde, haben Nutzer freien Zugang zu den Daten aller gelisteten Unternehmen.

Apps für iOS und Android

Neben der Webseite Glassdoor.de gibt es auch Apps für iOS und Android.

Zum Start bietet Glassdoor nach eigenen Angaben mehr als 500.000 Stellenangebote sowie Informationen „aus erster Hand“ zu 6.500 Arbeitgebern in Deutschland.

Über einen freien Zugang für Arbeitgeber können Unternehmen auf Bewertungen antworten, Analysen zu potentiellen Bewerbern abrufen und unangemessene Bewertungen melden, wie Glassdoor betont. Damit soll Verleumdungen und übler Nachrede vorgebeugt werden.

Glassdoor wurde 2008 im Silicon Valley gegründet und hat laut eigenen Angaben 27 Millionen Mitglieder.

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