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Glas-Designs aus dem 3D-Drucker

24.08.2015 | 17:02 Uhr |

Forscher des MIT haben mit einem 3D-Drucker sehenswerte Modelle erstellt, die komplett aus Glas bestehen.

Mit einem 3D-Drucker lassen sich schon lange nicht mehr nur Kunststoffe verarbeiten. Auch Metall, Keramik oder Zucker können als Material dienen. Forscher des MIT gehen mit ihrem Drucker für Glas sogar noch einen Schritt weiter. Das zerbrechliche Material stellt zwar besondere Anforderungen an den Druck – so müssen Temperatur und Abkühlung genau im Auge behalten werden. Die filigranen Ergebnisse können sich dennoch sehen lassen.

Zuerst wird das Glas in einer Düse in einem vierstündigen Prozess auf über 1.000 Grad Celsius erwärmt. Dieser Wert genügt, damit das Glas formbar ist, aber auf dem Drucktisch auch weiterhin seine Form behält. Danach wird es für weitere zwei Stunden mit Helium behandelt, um kleine Bläschen aus dem Druck zu verbannen.

Violine aus dem 3D-Drucker

Die Druckplatte muss ebenfalls auf 480 Grad Celsius erhitzt werden, um die Abkühlung des Werkstoffs kontrolliert ablaufen zu lassen. Trotz hohem Aufwand sind die Ergebnisse fast schon museumsreif.

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