13144

Giropay soll das Bezahlen im Web vereinfachen

13.02.2006 | 13:44 Uhr |

Mit Giropay soll in Kürze ein neues Online-Bezahlsystem an der Start gehen, das das Einkaufen im Web komfortabler gestalten soll.

Die Postbank, die Sparkassen sowie die Volks- und Raiffeisenbanken haben sich auf ein neues Bezahlverfahren für das Einkaufen über das Internet in Deutschland geeinigt: Giropay . Einer der ersten strategischen Partner ist der Bezahldienst Paypal von Ebay, der Giropay ab dem 23. Februar anbieten will. Das System steht auch anderen Kredithäusern oder Unternehmen offen.

Giropay soll vor allem für einen schnellen und sicheren Bezahlvorgang sorgen. Das System funktioniert folgendermaßen: Soll ein Einkauf per Giropay bezahlt werden, wird der Anwender vom jeweiligen Internet-Shop per 128-Bit-SSL-Verbindung mit dem Server seiner Hausbank verbunden. Dort gibt er seine Kontonummer sowie PIN ein. Daraufhin wird eine Überweisungsmaske geöffnet, in der alle relevanten Daten (Kontonummer der Shops, Betrag, etc.) bereits übernommen sind. Per Eingabe einer TAN wird der Vorgang abgeschlossen.

Der Vorteil für die teilnehmenden Unternehmen: Nach Abschluss der Überweisung erhält der Verkäufer eine Autorisierungsnachricht mit einer Zahlungsgarantie, so dass dieser die Ware unverzüglich verschicken kann.

Um Giropay nutzen zu können, benötigen Anwender ein Online-Konto bei einer der teilnehmenden Banken. Der Service ist kostenlos, außer die jeweilige Hausbank erhebt Entgelte für Online-Überweisungen.

Hinsichtlich der Sicherheit des Systems bleiben bislang allerdings einige Fragen offen. Denn woher soll der Anwender wissen, dass er tatsächlich zu seiner Hausbank und nicht auf irgendeinen Server weitergeleitet wird? Es wäre durchaus vorstellbar, dass der Dienst 1:1 kopiert und in Websites von Betrügern integriert wird. Die hätten dann mit einem Schlag alles, was sie für Überweisungen von einem Konto benötigen: Kontonummer, PIN sowie mindestens eine TAN. Denn all diese Daten müssen ja auch bei einem autorisierten Anbieter eingegeben werden. Für eine Stellungnahme in Bezug auf die Sicherheit des Systems war bis Redaktionsschluss niemand erreichbar. Wir tragen die Informationen nach, sobald diese verfügbar sind.

0 Kommentare zu diesem Artikel
13144