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Android 3.0 schraubt Hardware-Ansprüche hoch

01.07.2010 | 12:16 Uhr |

Android 3.0 ermöglicht eine deutlich höhere Bildschirmauflösung als bisher. Damit erschließt Android Geräte mit LCDs jenseits der 4-Zoll-Grenze. Das hat allerdings seinen Preis.

Die nächste Version von Android trägt bekanntlich die Versionsnummer 3.0 (und nicht wie ursprünglich geplant 2.3). Damit will Google zum Ausdruck bringen, dass Gingerbread, wie der Codename der nächsten Android-Version lautet, ein wichtiges Update mit vielen essentiellen Neuerungen ist. Nachdem bisher bei Gingerbread (eine Art Ingwerkuchen) in Bezug auf Neuerungen von einer deutlich ansprechenderen und leistungsfähigeren Oberfläche, Support für das neue Videoformat WebM/VP8 von Google und einer verbesserten Copy&Paste-Funktion die Rede war , werden nun völlig neue Details bekannt.

Android 3.0 soll mindestens eine 1-GHz-CPU und 512 MB Arbeitsspeicher sowie ein 3,5 Zoll-Display voraussetzen, wie Eldar Murtazin, Blogger bei Mobile Review, schreibt. Android 3.0 soll zudem Bildschirmauflösungen mit 1280x760 Bildpunkten unterstützen. Damit eignet sich Android optimal auch für Non-Phones mit größeren Displays und auch bestens für Smartphones mit Displays, die eine größere Bildschirmdiagonale als 4 Zoll besitzen werden, wie beispielsweise das HTC EVO 4G. Besonders spannend wird Android 3.0 damit aber für den Einsatz auf Tablet-PCs.

Bisher gibt es überwiegend nur Prototypen von solchen Tablet-PCs mit Android. Das Wetab soll so eines sein, wenn es denn einmal erscheinen sollte. Oder das Tegra-Tablet von MSI mit 10-Zoll-Bildschirm, das in der zweiten Jahreshälfte 2010 zu einem Preis unter 500 Dollar erscheinen soll. 1&1 hat ein Android-Tablet, das Smartpad, bereits vorgestellt . Allerdings nur mit einer relativ bescheidenen Hardwareausstattung und dem Oldie Android 1.6 an Bord (auch Archos installiert auf seinen Non-Phones ältere Android-Versionen).

Angeblich soll Android 3.0 nicht Android 2.2 Froyo ersetzen. Stattdessen sollen beide Androidversionen parallel nebeneinander existieren, um unterschiedliche Geräte-Gruppen zu bedienen, wie Arstechnica schreibt . Android 2.2 soll die Low-End-Einsteiger-Geräte bedienen, die nicht die Hardware-Mindestvoraussetzung von Android 3.0 erfüllen. Mit Android 3.0 dagegen sollen die Top-Geräte versorgt werden, die sich als Konkurrenz zum iPhone verstehen.

Eine ähnliche Strategie scheint ja auch Nokia zu verfolgen: MeeGo für Smartphones und das fast schon in Vergessenheit geratene aber immer noch weit verbreitete Symbian für Einsteigergeräte für den Massenmarkt.

Ein völlig unbestätigtes Gerücht ist, dass der Android Market Music Store zusammen mit Android 3.0 erscheinen wird.

Google soll Gingerbread alias Android 3.0 im vierten Quartal 2010 veröffentlichen. Als wahrscheinlichen Release-Monat erwarten Marktbeobachter den Oktober.

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