124952

Gigabytes "iRAM": XP in wenigen Sekunden booten (UPDATE)

06.06.2005 | 14:38 Uhr |

Gigabyte hat auf der Computex die PCI-Karte "iRam" vorgestellt. Im Rechner eingebaut verhält sie sich wie eine Festplatte, speichert und liest Daten allerdings von DDR-DRAM.

Der Windows-Rechner braucht mal wieder länger, bis er endlich gebootet hat. Diesem Problem will Gigabyte Abhilfe schaffen. Auf der am Wochenende zu Ende gegangenen Computex stellte das taiwanischen Unternehmen "iRam" vor. Eine Add-in-Karte für jeden PC, die DDR-DRAM verwendet und als Laufwerk für Windows XP-Rechner fungiert. Durch die Verwendung von Speicherbausteinen können Daten bis zu 60 Mal schneller geschrieben und gelesen werden, als bei einer Festplatte.

Gigabyte hatte "iRam" ursprünglich für Videobearbeitungs-Applikationen entwickelt und dann das Potential für herkömmliche Einsatzzwecke in Betracht gezogen. In einem Windows-Rechner eingebaut können Anwender Windows XP auf "iRam" installieren. Das Betriebssystem soll dann innerhalb weniger Sekunden booten, während der Start von der Festplatte merklich länger dauert. Als weiteres Einsatzgebiet nennt Gigabyte auch Spiele. Hier könnten die Schreib- und Lesezugriffe auf die Festplatte schneller vonstatten gehen und so für ein merklich zügigeres Spielerlebnis sorgen.

Gigabyte wird "iRam" vorraussichtlich ab Juli zu einem Preis von 60 US-Dollar auf den Markt bringen. Die Speicherbausteine müssen extra gekauft werden. Die Karte passt in einen PCI-Slot und hat vier Slots für insgesamt vier Gigabyte Speicher frei. Der PCI-Slot liefert den Strom für die Karte. Die Karte selbst besitzt einen SATA-Anschluss, über den sie mit dem Mainboard wie eine herkömmliche SATA-Festplatte verbunden werden kann.

Damit die Daten von "iRAM" nicht verloren gehen, muss der PC an der Steckdose angeschlossen bleiben. Diese liefert auch bei ausgeschaltetem PC ausreichend Strom, damit die Informationen erhalten bleiben. Für den Fall, das der Strom gänzlich ausfällt, besitzt "iRam" eine Batterie, die maximal 12 Stunden für den Bestand der Daten sorgt.

Update 07.06.2005:

"iRAM" soll laut Angaben von Gigabyte in Deutschland für 59 Euro erhältlich sein. Auf der Computex in Taiwan konnten wir auch Bilder von der Karte machen.


Die PCI-Karte "pur". Zu erkennen sind die vier Steckplätze für die DDR-Speicherriegel.

"iRAM" in einem Rechner eingebaut. Zu sehen ist auch das SATA-Kabel (gelb), über das die Karte an den SATA-Anschluss des Mainboards angeschlossen wird. Die Speicherriegel werden so eingelegt, dass sie möglichst flach auf der Karte anliegen.

Computex: Die PC-WELT war vor Ort dabei

0 Kommentare zu diesem Artikel
124952