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Gibt es bald Kyro-Grafikchips von Via?

06.03.2002 | 16:45 Uhr |

Der taiwanische Chipset- und Prozessorhersteller Via scheint Gerüchten zufolge ein Auge auf die Grafikabteilung von ST Microelectronics geworfen zu haben, das den Kyro-Grafikchip produziert. Mit dessen Grafik-Know-how könnte Via endlich auch auf dem Desktop-Sektor angreifen.

Der taiwanische Chipsatz- und Prozessorhersteller Via scheint Gerüchten zufolge ein Auge auf die Grafikabteilung von ST Microelectronics geworfen zu haben, wie die Nachrichtenseite Digitimes berichtet. ST Microelectronics produziert den Kyro-Grafikchip. Mit dessen Grafik-Know-how könnte Via endlich auch auf dem Desktop-Sektor angreifen.

Via verfügt mit dem "S3" zwar selbst über eine eigene Grafikchip-Technologie, diese sei jedoch Via zufolge nur für den Notebook-Bereich schlagkräftig. Um auch auf dem Desktop-Sektor an Gewicht zu gewinnen, suche Via jetzt leistungsfähige Kooperationspartner unter den Grafikchip-Produzenten. Ein Kauf der entsprechenden Sparte sei dabei nur eine von mehreren möglichen Optionen.

In Industriekreisen bestehen jedoch Zweifel am tatsächlichen Wert der Grafikabteilung von ST Microelectronics. Der Markterfolg seines Grafikchips "Kyro II" konnte bisher nicht überzeugen. Deshalb will sich der europäische Halbleiterhersteller ST Microelectronics aus dem Geschäft mit Grafikchips für PCs zurückziehen und sucht einen Käufer für diese Sparte.

Diese Entscheidung trifft vor allem den ST-Partner Imagination Technologies. Dieser hatte die preiswerten Kyro-Chips entwickelt und an ST Lizenzen für Fertigung und Vertrieb vergeben. Da Imagination keine eigenen Fertigungsstätten besitzt, sucht das Unternehmen nun einen neuen Partner.

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