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Die häufigsten Phishing-Zielscheiben

23.12.2009 | 14:48 Uhr |

Mit ergaunerten Zugangsdaten für das Online-Banking können Online-Kriminelle das meiste Geld machen. Kein Wunder also, dass Finanzinstitute ganz oben auf der Liste der Zielscheiben von Phishing-Angriffen stehen.

Phishing-Angriffe zielen vor allem auf die Kunden von Geldinstituten oder anderen Online-Diensten. Mit imitierten Mails und Web-Seiten versuchen die Täter (Passwort-Fischer, Phisher) den Eindruck zu erwecken, das Opfer würde sich gegenüber dem echten Anbieter legitimieren. So fallen die Zugangsdaten in die Hände von Online-Kriminellen, die sie weiter verkaufen.

Da sich mit dem Plündern von Bankkonten das meiste Geld ergaunern lässt, sind Banken und ihre Kunden auch das häufigste Ziel von Phishing-Angriffen. Die vom Sicherheitsunternehmen Avira aus Tettnang gesammelten Daten für 2009 haben über das Jahr die Chase Bank aus den USA als Spitzenreiter unter den Zielscheiben der Phisher ausgewiesen. Gegen Ende des Jahres ist jedoch Paypal verstärkt ins Visier der Online-Kriminellen geraten und nimmt mit über 32.000 entdeckten Angriffen den ersten Platz ein.

Ursache sei vermutlich, so Sorin Mustaca von Avira im Unternehmens-Blog , das Weihnachtsgeschäft. Viele Internet-Nutzer tätigten ihre Einkäufe online und benutzten Paypal zum Bezahlen. So sei auch die Zahl der Phishing-Angriffe auf Paypal angestiegen. Die Chase Bank liegt auf Platz 2, gefolgt von der Paypal-Mutter eBay. Erst mit deutlichem Abstand zum Spitzentrio folgen American Express und die Bank of America.

Gegen Phishing hilft vor allem gesundes Misstrauen gegenüber unerwarteten Mails und allzu neugierigen Online-Formularen. Prüfen Sie die Web-Adresse sorgfältig, geben Sie am besten die URL Ihrer Bank stets von Hand in den Browser ein oder benutzen Sie selbst angelegte Lesezeichen/Favoriten. Keine Bank wird Sie per Mail oder telefonisch nach Ihrer PIN oder Ihrem Passwort fragen.

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