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Deutsche Telekom vereint Festnetz und Mobilfunk

Die Deutsche Telekom erzielte 2008 ein Gewinnplus von 14 Prozent, der ehemalige Staatskonzern konnte vor allem im Ausland stark wachsen. Außerdem haben Vorstand und Aufsichtsrat den kompletten Umbau des Konzerns beschlossen, Festnetz und Mobilfunk sollen künftig zusammengelegt werden.

Vorstand und Aufsichtsrat der Deutschen Telekom haben den Umbau des Konzerns beschlossen. Mit dieser Entscheidung wird die bisherige Struktur verworfen und die Bereiche Festnetz und Mobilfunk zusammengeführt. Man habe damit "einen bedeutenden Schritt hin zu einer neuen Telekom gemacht", so der Aufsichtsratsvorsitzende Ulrich Lehner. "Das Konzept von René Obermann bereitet den Kon­zern bestens auf die Chancen der Zukunft vor".

Produktentwicklung, IT und Technik sollen künftig europaweit gebündelt werden, schließlich habe die Telekom bereits beim integrierten Vertrieb von Mobilfunk und Festnetz bewiesen, "dass wir Marktanteile gewinnen können, wenn wir zusammenrücken", sagte Telekom-Vorstandschef René Obermann. Zugleich betonte er, dass es sich nicht um ein Programm zum Personalabbau handele.

Zugleich gab die Telekom ihre Geschäftszahlen für 2008 bekannt. Zwar konnte der Umsatz im vierten Quartal um 2 Prozent auf 16,1 Milliarden Euro gesteigert werden, im Gesamtjahr ging er verglichen zum Vorjahr jedoch um 1,4 Prozent auf 61,666 Milliarden Euro zurück. Während das Inlandsgeschäft 2008 rund 5,9 Prozent auf 28,885 Milliarden Euro verlor, stiegen die Einnahmen im Ausland um drei Prozent auf 32,781 Milliarden Euro. Der bereinigte Überschuss stieg im Jahresvergleich um 14 Prozent auf 3 Milliarden Euro, im vierten Quartal legte er um 5,6 Prozent auf 861 Millionen Euro zu.

Besonders gut entwickelte sich das Mobilfunkgeschäft. Die Einnahmen stiegen von Oktober bis November 2008 um 7,1 Prozent auf 9,435 Milliarden Euro, das Betriebsergebnis sogar um 48,6 Prozent auf knapp 1 Milliarde Euro. Im Gesamtjahr lag die Umsatzsteigerung bei 2,4 Prozent auf 35,6 Milliarden Euro, das Ergebnis legte um 23,2 Prozent auf 5,487 Milliarden Euro zu. Zugleich stieg die Zahl der Mitarbeiter um 4,6 Prozent auf 65.313 Angestellte.

Während T-Mobile hierzulande 950.000 neue Vertragskunden gewann, erreichte das Unternehmen in den USA zweistellige Wachstumsraten. T-Mobile USA erzielte ein Umsatzplus von 13,5 Prozent auf 21,9 Milliarden Dollar (17,3 Milliarden Euro). Auf Eurobasis fällt der Zuwachs mit 6,3 Prozent beim Umsatz wegen der Schwäche des US-Dollars geringer aus. Zugleich stieg die Kundenzahl um 4,1 Millionen auf knapp 32,8 Millionen Teilnehmer. In den Neukundenzahlen sind jedoch 1,1 Millionen Kunden des im Februar 2008 übernommenen Anbieters SunCom enthalten.

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