105118

Börsenhausse ließ Insider-Verkäufe anschwellen

25.06.2009 | 11:21 Uhr |

Die dreimonatige Aktienrally seit März hat den Insiderhandel mit Wertpapieren angeheizt. Zugelegt hat in erster Linie die Zahl an Verkäufen.

Manager nutzten die steigenden Kurse mit Papieren ihrer Konzerne reihenweise für Gewinnmitnahmen, wie der Analysedienst InsiderScore aufzeigt. Anleger orten darin einen Indikator für ein Ende der Rally und sollten zumindest für wenige Wochen vorerst Recht behalten. In den Verkäufen zeichne sich ab, dass sich die Geschäfte und Fundamentaldaten der Konzerne weniger vielversprechend entwickeln als die teilweise spekulationsgetriebenen Kurse vermuten ließen.

Manager nutzten die steigenden Kurse mit Papieren ihrer Konzerne reihenweise für Gewinnmitnahmen, wie der Analysedienst InsiderScor e aufzeigt. Anleger orten darin einen Indikator für ein Ende der Rally und sollten zumindest für wenige Wochen vorerst Recht behalten. In den Verkäufen zeichne sich ab, dass sich die Geschäfte und Fundamentaldaten der Konzerne weniger vielversprechend entwickeln als die teilweise spekulationsgetriebenen Kurse vermuten ließen.

Insider-Verkäufe stiegen seit Beginn des zweiten Quartals so stark wie seit zwei Jahren nicht mehr. Besonders Titel von US-Konzernen des S&P 500 Index waren bei hauseigenen Managern häufig gehandelte Papiere. Gleichzeitig kletterte der Index um rund 36 Prozent nach oben. Gegen den Aufwärtstrend nutzten die Insider die Gunst der Stunde, um Teile ihrer Aktien gewinnbringend abzustoßen. InsiderScore zufolge haben mit Führungskräften aus 252 Unternehmen bei mehr als jedem zweiten Wert der 500 größten börsennotierten US-Konzerne Verkäufe stattgefunden.

Das Verhältnis von Verkäufen zu Käufen ist in den drei Monaten rasant gestiegen. Hielten sich die Trades zu Beginn der Börsenhausse mit 1:1 noch die Waage, lagen sie gegen Ende bereits bei 9:1. Wie die Welt berichtet, waren hohe Insiderkäufe auch auf dem Höhepunkt der Dotcom-Blase im ersten Quartal 2000 ein Zeichen. Damals erreichten die Nettoverkäufe einen Rekordwert von 41,7 Mrd. Dollar und standen am Beginn eines 2,5-jährigen Abwärtstrends. Aktienrückkäufe durch S&P-500-Unternehmen sind in diesem Jahr hingegen bereits im ersten Quartal eingeknickt. Mit einem Volumen von rund 30,8 Mrd. Dollar brachen diese im Vergleich zum Vorjahr um 73 Prozent ein. Standard & Poor's zufolge dürfte sich an dem niedrigen Niveau angesichts der Liquiditätsrisiken für die Konzerne vorerst nichts ändern. (pte)

0 Kommentare zu diesem Artikel
105118