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Währungseffekte belasten LG Electronics

LG Electronics verkaufte in den Monaten von Juli bis September weltweit 23 Millionen Handys und lag damit nur knapp hinter Sony Ericsson. Der Umsatz kletterte um 21 Prozent, doch wegen Währungseffekten brach der Nettogewinn um 93 Prozent ein.

LG Electronics meldet für das dritte Quartal einen Gewinneinbruch um 93 Prozent auf 25 Milliarden Won, umgerechnet 14 Millionen Euro. Damit lag das koreanische Unternehmen weit unter den Erwartungen von Analysten, die mit einem Überschuss von bis zu 180 Milliarden Won rechneten. Im Vorjahresquartal hatte LG Electronics noch 339 Milliarden Won verdient. Als Hauptgrund nennt LG Währungseffekte. Der Won ist in diesem Jahr gegenüber dem Dollar um 24 Prozent eingebrochen.

Im operativen Geschäft konnte LG zulegen. Der operative Gewinn stieg auf 571 Milliarden Won, ein Jahr zuvor waren es noch 362 Milliarden Won. Der Umsatz legte um 21 Prozent auf zwölf Billionen Won zu, umgerechnet etwa 7 Milliarden Euro. Der Bereich Mobile Communications erreichte einen Umsatz von 3,815 Billionen Won (2,19 Milliarden Euro), das ist ein Zuwachs um 29,9 Prozent verglichen mit dem Vorjahreszeitraum. Die reine Handysparte legte um 40,8 Prozent auf 3,514 Billionen Won zu.

In den Monaten von Juli bis September verkaufte LG weltweit 23 Millionen Mobiltelefone. Im Jahresvergleich ist das ein Anstieg um 5 Prozent, im Vergleich zum Vorquartal jedoch ein Minus um 17 Prozent. Grund dafür waren sinkende Verkaufszahlen in Entwicklungsländern wie Indien. Für das Gesamtjahr 2008 erwartet LG einen Absatz von 100 Millionen Handys, im vierten Quartal sollen die Modelle KC910 , Prada 2 und KP500 den Absatz steigern.

Kürzlich präsentierten Sony Ericsson und Nokia ihre Geschäftszahlen für das dritte Quartal. Nokia musste ebenfalls einen Gewinnrückgang um 30 Prozent melden und Sony Ericsson machte sogar Verluste. Bei den Verkaufszahlen verlor Sony Ericsson geringe Marktanteile und setzte 25,7 Millionen Handys ab. Marktführer Nokia lag weiter unangefochten auf dem Spitzenplatz mit 117,8 Millionen Geräten.

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