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Motorola überrascht im zweiten Quartal

Der ehemals zweitgrößte Handyhersteller Motorola hat im zweiten Quartal 2009 überraschend einen leichten Gewinn erwirtschaftet. Durch massive Einschnitte und Einmaleffekte wie Einnahmen aus der Beilegung eines Rechststreits betrug der Überschuss 26 Millionen Dollar (18,43 Millionen Euro). Der Umsatz stürzte im Jahresvergleich allerdings erneut um 32 Prozent auf knapp 5,5 Milliarden Dollar ab. Das Unternehmen hat deshalb sein Sparziel noch einmal um 100 Millionen Dollar ausgeweitet. Die Kosten sollen in diesem Jahr um insgesamt 1,8 Milliarden Dollar gesenkt werden.

Der Handysparte geht es trotzdem nicht gut. Zwar verkaufte das Unternehmen mit14,8 Millionen Handys mehr als im ersten Quartal 2009. Im zweiten Quartal des Vorjahres lieferte Motorola aber noch doppelt so viele Geräte aus. Den eigenen Marktanteil schätzt der amerikanische Konzern auf derzeit 5,5 Prozent. Damit dürfte das Unternehmen knapp vor Sony Ericsson auf den vierten Platz der weltgrößten Handyhersteller rutschen. Das japanisch-schwedische Joint Venture setzte im zweiten Quartal 2009 13,8 Millionen Handys ab und hat nach eigenen Angaben einen Marktanteil von knapp über 5 Prozent.

Trotz der gestiegenen Absatzzahlen betrug der operative Verlust der Handysparte bei Motorola im abgelaufenen Quartal noch 253 Millionen Dollar. Für das Weihnachstquartal hat der Hersteller angekündigt, neue Smartphone-Modelle mit Android als Betriebssystem herauszubringen, mit denen die hausgemachte Krise endlich beendet werden soll.

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