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Männer nutzen mobiles Internet anders als Frauen

29.10.2008 | 15:44 Uhr |

Männer nutzen das mobile Internet anders als Frauen. Während männliche Nutzer vor allem aktuelle Nachrichten und Sportnews abrufen, nutzen Frauen Download-Dienste für Klingeltöne und Musiktitel.

Männer surfen anders im mobilen Internet als Frauen. Während Dienste wie Suchmaschinen, E-Mail-Portale oder der Wetterbericht von beiden Geschlechtern gleichermaßen genutzt werden, verwenden Männer öfter als Frauen das mobile Internet für aktuelle Nachrichten. Das geht aus der neuen Mobile Internet Benchmarking Studie 2008 von TNS Infratest hervor. Für die Auswertung greift das Institut auf 642 Interviews mit Nutzern von mobilen Internetportalen zurück, die zwischen Juli und September 2008 befragt wurden.

Unterschiede zeigen sich bei aktuellen Nachrichten, die von 59 Prozent der Männer aber nur von 39 Prozent der Frauen abgerufen werden. Bei Sportnews liegt das männliche Geschlecht mit 39 Prozent ebenfalls weit vor den Frauen mit elf Prozent. Für Aktien interessieren sich immerhin noch zwölf Prozent aller Männer, während nur jede fünzigste Frau mobil nach Aktienkursen sucht. Gegensätze gibt es auch bei der Nutzung von Download-Diensten, die von Frauen häufiger aufgesucht werden. So gaben 70 Prozent der befragten Frauen an, über das mobile Internet bereits mindestens einmal ein Spiel auf ihr Handy geladen zu haben, bei den Männern waren es nur 59 Prozent.

Stärker ist der Unterschied bei den Download-Diensten für Klingeltöne und Musik, bei denen der Nutzungsanteil der Frauen jeweils 20 Prozent über dem der Männer liegt. Allerdings stellen Frauen erst rund ein Viertel der Nutzer im mobilen Internet in Deutschland. Mit durchschnittlich 30 Jahren sind sie drei Jahre jünger als die männlichen Nutzer.

Laut TNS Infratest zeigt die Studie, dass es sich bei Nutzern des mobilen Internet um Early Adopters handelt, die tendenziell jünger und besser gebildet sind, ein überdurchschnittliches Haushaltseinkommen haben und neuen Medien und Technologien gegenüber sehr offen sind. Es zeigen sich allerdings große Unterschiede zwischen dem Nutzungsverhalten von Männern und Frauen. Vor allem die hohe Affinität der weiblichen Nutzer zu Download-Diensten war im Vorfeld der Analysen nicht erwartet worden.

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