20.07.2012, 10:49

Panagiotis Kolokythas

Geschäftszahlen

Microsoft meldet Verlust in Höhe von 492 Millionen Dollar im 4. Quartal

Microsoft verkündet Geschäftszahlen für das 4. Quartal

Microsoft hat zum ersten Mal seit 1986 wieder in einem Quartal einen Verlust verbuchen müssen. Dennoch sind die Aussichten für Microsoft sehr gut.
Microsoft hat seinen Geschäftsbericht für das vierte Quartal im laufenden Geschäftsjahr vorgelegt. Demnach hat das Unternehmen erstmals seit 1986 wieder einen Verlust in einem Quartal verbuchen müssen, der auf 492 Millionen US-Dollar (ca. 400 Millionen Euro) beziffert wird. Schuld an dem Verlust sind zwei Abschreibungen: Die von über 6 Milliarden US-Dollar für den 2007 von Microsoft übernommenen Online-Werbedienst aQuantive. Mit der Akquisition wollte Microsoft Werbetreibende von Google weglocken, doch dieser Plan misslang völlig. Außerdem hat Microsoft weitere 540 Millionen US-Dollar für das Upgrade-Prgramm für das neue Windows 8 zurückgestellt.
Im vierten Quartal, das am 30. Juni endete, machte Microsoft einen Umsatz von 18,06 Milliarden US-Dollar (etwa 14,7 Milliarden Euro), was im Vergleich zum Vorjahr einen Anstieg von 4 Prozent bedeutet. Ohne die beiden Abschreibungen hätte Microsoft im vierten Quartal einen Umsatz von über 18,6 Milliarden US-Dollar und damit einen Gewinn verbucht.
Bei der Windows und Windows Live Division, die unter anderem Windows 7 und das neue Windows 8 verantwortet, sanken die Umsätze im 4. Quartal im Vergleich zum letzten Vorjahresquartal um 13 Prozent. Die Server-Sparte verbuchte einen Anstieg des Umsatzes um 13 Prozent im Vergleich zum 4. Quartal 2011 und auch die Business-Sparte, unter deren Verantwortung unter anderem Office fällt, meldet ein Umsatzplus von 7 Prozent. im selben Zeitraum konnte die Entertainment and Devices Divsion (verantwortet unter anderem die Xbox 360) den Umsatz um 20 Prozent im Quartalsvergleich erhöht.
Unterm Strich sieht Microsoft positiv der Zukunft entgegen, zumal wichtige Produkte im Laufe der nächsten Monate auf den Markt kommen werden. Dazu zählen Windows 8, Surface-Tablets und Office 2013.
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