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Geschäftsräume des CD/DVD-Produzenten ODS durchsucht

Die Geschäftsleitung der Schweriner Optical Disc Service GmbH scheint ins Visier der Steuerfahndung geraten zu sein. Die Beschlagnahmung zahlreicher Unterlagen soll einen Verdacht nun genauer beleuchten.

Einem Bericht der Lübecker Nachrichten zufolge, wurden die Geschäftsräume der ODS am Donnerstag von Steuerfahndern, Zollbeamten und Mitarbeitern der Staatsanwaltschaft durchsucht. Laut Staatsanwaltschaft gehe es um ein Steuervergehen. ODS teilte der Öffentlichkeit mit, die Angelegenheit vorerst nicht zu kommentieren.

ODS zählt inzwischen zu den Marktführern in Europa und hat eine eindrucksvolle Erfolgsgeschichte vorzuweisen. Nach der Gründung im Jahre 1998 wurde der Stamm der Mitarbeiter kontinuierlich auf mittlerweile 1000 aufgestockt. Auch die 2002 eröffnete Produktionsstätte für DVDs verschaffte dem Unternehmen einen weiteren Aufstieg. Ende 2004 presste das Werk täglich zweieinhalb Millionen CDs und DVDs. Zu den größten Kunden von ODS zählen z.B. AOL in Großbritannien, British Telecom oder der Zeitungsverlag Associated Newspapers.

Eine für Ende 2005 geplante Erweiterung des Firmengeländes wurde trotz finanzieller Unterstützung des Landesförderinstituts Schwerin ohne Gründe abgesagt. Auch wenn diese Absage nicht in direktem Zusammenhang mit den aktuellen Durchsuchungen steht, bangen viele der Angestellten um ihren Arbeitsplatz. Die zum Großteil aus der Region stammenden Mitarbeiter wurden teils kostenfrei durch die Agentur für Arbeit geschult, um die konjunkturell schwache Region wieder zu beleben.

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