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Nokia steigt angeblich bei Facebook ein

Der Handy-Hersteller Nokia scheint kurz vor einem Einstieg bei dem mit 15 Milliarden US-Dollar bewerteten sozialen Netzwerk Facebook zu stehen. Diese Meldung des Online-Magazin PaidContent mit Bezug auf "eingeweihte Kreise" konnte aber bisher nicht bestätigt werden.

Nokia steigt angeblich bei dem sozialen Netzwerk Facebook ein. Das berichtet das Online-Magazin PaidContent unter Berufung auf "eingeweihte Kreise" und hat damit eine Lawine von Spekulationen ausgelöst. Ähnlich wie der Youtube-Button auf dem iPhone soll Facebook in Zukunft prominent auf den Handys von Nokia positioniert werden. Außerdem sollen beide Unternehmen über eine finanzielle Beteiligung der Finnen am derzeit angesagtesten sozialen Netzwerk verhandeln. Bisher haben aber weder Nokia noch Facebook die Verhandlungen bestätigt. PaidContent zitiert einen ungenannten Nokia-Manager mit den Worten: "Es gibt Gespräche über eine Partnerschaft. Es ist sicher zu sagen, dass wir die Gewässer erkunden und noch einige Dinge ausgearbeitet werden müssen".

Facebook könnte durch den Deal einen entscheidenden Rückstand zum Marktführer der sozialen Netzwerke aufholen. MySpace hatte in letzter Zeit viele Verträge mit Mobilfunkanbietern geschlossen, um seine Dienste auf Handys zu präsentieren. Durch eine Kooperation mit dem führenden Hersteller von Mobiltelefonen wäre Facebook auf einen Schlag weltweit vertreten.

An Geld für eine Zusammenarbeit mangelt es auf beiden Seiten nicht. Erst in der vergangenen Woche hatte Facebook eine Kapitalinfusion von den Samwer-Brüdern aus Deutschland bekommen. Die ehemaligen Jamba-Gründer haben ein "sehr signifikantes Investment" in ungenannter Millionenhöhe getätigt und wollen den bevorstehenden Start in Europa, besonders in Deutschland, unterstützen. Im Oktober zahlte Microsoft 240 Millionen US-Dollar für 1,6 Prozent an Facebook, woraus sich ein Marktwert von 15 Milliarden US-Dollar errechnet.

Nokia versucht seit einiger Zeit, sein Geschäft zu erweitern und den Handynutzer mit neuen Services zu seinen Telefonen zu locken. Im Nokia Music Store können Lieder direkt aufs Handy geladen werden und durch das Programm "Nokia Comes with Music" greifen Kunden ab Mitte 2008 ein Jahr lang unbegrenzt auf Millionen von Musiktiteln zu. Außerdem baut Nokia die Multimedia-Plattform "Ovi" auf, über die Musik, Spiele und Location Based Services wie Nokia Maps verkauft werden.

Neben Navteq, dem größten Anbieter digitaler Karten, übernahmen die Finnen im vergangenen Jahr Avvenu (File-Sharing), Twango (Media-Sharing) und Enpocket (mobile Werbung). Zusätzlich wurde das eigene mobile Sozialnetzwerk Mosh an den Start gebracht, das von den Nutzern aber vorrangig als Tauschplattform für Symbian-Software verwendet wird. Nokia scheint voll auf den Trend zum Web 2.0 zu setzen und eine Kooperation mit Facebook würde gut ins Bild passen.

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