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Microsofts Anti-Malware-Tool soll Firefox 3 entfernen

11.07.2008 | 13:37 Uhr |

Laut Lesererfahrung soll das Microsoft-Tool zum Entfernen bösartiger Software den Firefox 3.0 als Malware erkennen - wir haben den Test gemacht.

Das IT-Magazin "The Inquirer" hat laut eigener Aussage eine Zuschrift von einem Leser erhalten, der behauptet, das im Rahmen des kürzlich stattgefundenen Microsoft Patch Day veröffentlichte Update des Antimalware-Programms " Tool zum Entfernen bösartiger Software " (MSRT) habe den Firefox 3 als Schadsoftware erkannt und den Browser folglich entfernt.

Die Wahrheit im Test
Unser Test zeigt, dass selbst ein vollständiger Scannvorgang mit der aktuellen Version 2.0 des Tools zum Entfernen bösartiger Software den Firefox 3.0 nicht als Malware erkennt und somit auch nicht entfernt. Welche Probleme im Detail beim Update-Versuch des Lesers aufgetreten sind und welche Einstellungen der Einsender der Meldung vorgenommen hat, geht aus dem Bericht des Inquirer nicht hervor.

Vertrauensbruch in der Vergangenheit
Microsoft verwehrte vor vielen Jahren den Nutzern von Windows 95 das alternative und zu MS-DOS-kompatible Betriebssystem DR-DOS (Digital Research Disk Operating System) zu verwenden, um angeblich den Konkurrenten auszustechen. Darauf klagte der Distributor Caldera gegen Microsoft. Der Vorwurf: Microsoft setze unlautere Mittel gegen das Betriebssystem DR-DOS ein. Microsoft und Caldera hatten sich anschließend außergerichtlich geeinigt.

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