Gerücht

Gamescom aufgrund hoher Verluste möglicherweise vor dem Aus

Donnerstag, 28.06.2012 | 19:06 von Denise Bergert
Laut einem internen Papier hat die Spiele-Messe in Köln Verluste in Höhe von 565.000 Euro einstecken müssen.
Die Zeichen für die diesjährige Gamescom in Köln stehen denkbar schlecht. Nachdem in den vergangenen Wochen mehrere Publisher ihre Teilnahme absagten, darunter auch Nintendo und Microsoft , dringt nun ein interner Prüfbericht der Kölnmesse an die Öffentlichkeit, der das Event als „verlustbringendes Geschäft“ bezeichnet. So will Bild Online erfahren haben, dass auf dem Gamescom-Konto ein dickes Minus in Höhe von 565.000 Euro verbucht wurde und man nun „die strategische Notwendigkeit der defizitären Veranstaltung“ prüfen müsse.

Von offizieller Seite werden diese Meldungen nicht bestätigt und Messe-Sprecher Franko Fischer wird nicht müde zu betonen, dass die Messe die Erwartungen des Veranstalters mit „positiven Deckungsbeiträgen“ übertreffe. Laut der Bild würden sich die Aussteller jedoch über zu hohe Kosten beschweren. Hier seien vor allem die hohen Mieten der Kölnmesse sowie die Kosten für die Unterbringung des Personals ein Thema.

Branchen-Experten zufolge könnte die Zukunft der Gamescom damit auf der Kippe stehen. Es bleibt fraglich, ob sich im nächsten Jahr wieder mehr Aussteller hinzugesellen oder weitere Publisher den Absprung wagen und die Messe 2013 möglicherweise komplett abgesagt wird.

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Donnerstag, 28.06.2012 | 19:06 von Denise Bergert
Kommentieren Kommentare zu diesem Artikel (6)
  • Headcracker 16:43 | 29.06.2012

    Zitat: BenJaymin Linus
    ES sind 2 völlig voneinander unterschiedliche Veranstaltungen, letzere wurde gegründet damit sie mehr für die COMMUNITY da ist und man Spieler / Besucher direkt mit den Herstellern in Verbindung bringen wollte.
    Es ist allseits bekannt, dass GamesCOM und Games Convention 2 verschiedene Messen sind. Das ändert aber nichts an der Tatsache, dass durch die GamesCOM die Games Convention quasi zum Tode verurteilt wurde, da die beiden Messen inhaltlich sehr, sehr ähnlich sind.
    Zitat: BenJaymin Linus
    Die GamesCON selber wurde ja dank den Besucher zur Abgrabsch-Veranstaltung, wo man nur hinfuhr um von den Ständen möglichst viel dämmliches Zeuch mitzunehmen.
    Bei mir war das nicht so. Klar, ein bisschen Kram hat man immer mitgenommen. Aber ich kam auch immer dazu, mal Spiele auszuprobieren oder mir Shows anzusehen.

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  • chipchap 10:01 | 29.06.2012

    Zitat: BenJaymin Linus
    ... ES sind 2 völlig voneinander unterschiedliche Veranstaltungen, letzere wurde gegründet damit sie mehr für die COMMUNITY da ist und man Spieler / Besucher direkt mit den Herstellern in Verbindung bringen wollte.
    Sorry, geklaut bleibt geklaut.
    Zitat: BenJaymin Linus
    ... Die GamesCON selber wurde ja dank den Besucher zur Abgrabsch-Veranstaltung, wo man nur hinfuhr um von den Ständen möglichst viel dämmliches Zeuch mitzunehmen..
    Das war wohl nicht so.
    Zitat: BenJaymin Linus
    ... Dies gefiel aber BIU Vorständlern nicht da sie bereits einen Vertrag mit der Kölnmesse gemacht hatten.
    In Leipzig hat die Spielergemeinde gerockt, in Köln wurde gezockt. Das geht meist schief, weil die gefühlsmäßige Bindung den monetären Bach runter geht. DAS haben die BIU-"Spezialisten" wohl immer noch nicht begriffen. Wenn immer nur die Euro-Zeichen in den Augen rollen, geht die Sache irgendwann schief. In Leipzig war die Fangemeinde stets treu und dankbar für eine über Jahre gewachsene Veranstaltung. Über Köln lasse ich mich hier nicht aus.

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  • BenJaymin Linus 09:09 | 29.06.2012

    Mal ganz davon abgesehen dass die BILD sowieso keine seriöse Quelle ist, haben die Vorredner offenbar gar nicht kapiert wo der Unterschied zwischen GamesCOM und GamesCON liegt. ES sind 2 völlig voneinander unterschiedliche Veranstaltungen, letzere wurde gegründet damit sie mehr für die COMMUNITY da ist und man Spieler / Besucher direkt mit den Herstellern in Verbindung bringen wollte. Die GamesCON selber wurde ja dank den Besucher zur Abgrabsch-Veranstaltung, wo man nur hinfuhr um von den Ständen möglichst viel dämmliches Zeuch mitzunehmen. Desweiteren ist zu erwähnen, dass der BIU eine große aktive Rolle bei der Stadt Köln gespielt hat und sich die ursprüngliche Konstellation der GamesCommunity (GamesCOMM ursprünglicher Name) nicht in Köln sonder in Hannover bzw. Hamburg aufhalten wollte. Dies gefiel aber BIU Vorständlern nicht da sie bereits einen Vertrag mit der Kölnmesse gemacht hatten.

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  • Ronald Penang 07:33 | 29.06.2012

    Ganz genau

    Sehe ich genauso wie vor. Eine über die Jahre gewachsene Messe wurde von den ganz "Smarten" in eine möchte-gern "Metropole" geholt, ganz professionell und dann wird das vor die Karre gefahren - ganz professionell. Weiß doch jeder, dass die Hotels an den klassischen Veranstaltungsorten von Messen geradezu durchdrehen mit ihren Preisen. Mag sein, dass Leipzig auch Nachteile hatte und es war schon Chaos pur, wenn dort 100.000 das Gelände stürmten - aber es hatte auch Charme :-) heimzukommen und zu sagen, ich war dabei. Kein Spiel gesehen, keinen PC angefasst und Kopfschmerzen noch obendrein. Naja, sollen sie die Messe wieder auf das Niveau von 2007 runterfahren, nach Leipzig zurück und in ein/zwei Jahren ist es wie früher - und die Großen wollen wieder dabei sein. ROnald

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  • Headcracker 07:21 | 29.06.2012

    Ich seh das genauso. Warum musste man auch aus Leipzig weg? Offenbar lief die Games Convention seit Jahren gut und gewinnbringend, und dann ist man wahrscheinlich nur deshalb nach Köln, weil man ja so eine große bedeutende Messe nicht im Osten veranstalten kann.

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