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Gerüche via Datenleitung

Israelischen Wissenschaftlern ist es gelungen, die Eigenschaften von Gerüchen zu erforschen und so aufzuschlüsseln, dass sie sich über lange Strecken elektronisch transportieren und am "anderen Ende" wieder aktivieren lassen.

Forscher des Weizmann-Instituts bei Tel Aviv haben eine Serie von Algorithmen entwickelt, mit deren Hilfe sich Gerüche elektronisch übertragen lassen. Das berichtet die israelische Tageszeitung "Haaretz". Am anderen Ende der Leitung sitzt ein Gerät, das die Geruchs-Dateien wieder in echte Gerüche umsetzt. Damit könnten sich schon bald auch Düfte von einem Ort zum anderen transportieren lassen.

Bis zum Jahresende wollen David Harel und Doron Lancet den ersten Geruchs-Sensor zur Serienreife entwickeln. Ziel ist es, ein der Nase nachempfundenes Gerät mit Sensoren zu bauen, das seine Eindrücke elektronisch an ein Geruchs-Gerät schickt. Dieses soll aus etwa 150 verschiedenen Substanzen jeden vorstellbaren Geruch herstellen. (PC-WELT, 03.05.2000, dpa/ sp)

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