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Geringerer Stellenabbau in Siemens-Werk nach Benq-Deal

Der Stellenabbau im Handy-Werk Kamp-Lintfort im Zuge des Eigentümerwechsels von Siemens auf Benq fällt niedriger aus als ursprünglich geplant. Die IG Metall, Siemens und das taiwanische Unternehmen verständigten sich darauf, rund 230 Arbeitsplätze einzusparen.

Der Stellenabbau im Handy-Werk Kamp-Lintfort im Zuge des Eigentümerwechsels von Siemens auf Benq fällt niedriger aus als ursprünglich geplant. Statt der bislang geplanten 340 Jobs werde Siemens nun 230 Stellen abbauen. Die betroffenen Mitarbeiter würden in eine Weiterbeschäftigungs- und Qualifizierungsgesellschaft wechseln.

Das sagte ein Sprecher der IG Metall in Nordrhein-Westfalen am Freitag in Düsseldorf auf Anfrage. Damit bestätigte er einen Bericht der "Süddeutschen Zeitung" (Freitagausgabe).

Für die verbleibenden gut 1800 Stellen in Kamp-Lintfort, die dem Tarifvertrag der Metall- und Elektroindustrie unterliegen, hätten IG Metall und Benq eine Erfüllung des mit Siemens abgeschlossenen Ergänzungstarifvertrags bis Mitte 2006 vereinbart. Er sehe eine Wochenarbeitszeit von 40 Stunden und den Verzicht auf Urlaubs- und Weihnachtsgeld sowie im Gegenzug eine Beschäftigungsgarantie für die Mitarbeiter vor. Über den Zeitraum nach 2006 solle es im kommenden Jahr Verhandlungen geben, heiße es.

In Kamp-Lintfort wolle Benq bis Ende dieses Jahres 70 und am Standort München mit bislang 1400 Beschäftigten 100 neue Stellen schaffen, habe die IG Metall nach Abschluss der Verhandlungen mitgeteilt.

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