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Gericom will Medion nicht mehr als Retter

29.06.2004 | 09:51 Uhr |

Noch im März verkündete Gericom-Chef Herman Oberlehner, dass Medion Gericom durch seinen Einstieg vor der Pleite gerettet hätte. Doch jetzt scheint der österreichische Notebookhersteller nicht mehr auf die Hilfe der deutschen Medion-Gruppe angewiesen zu sein. Oberlehner rückt nämlich das vereinbarte Aktienpaket nicht heraus.

Noch im März verkündete Gericom-Chef Herman Oberlehner, dass Medion Gericom durch seinen Einstieg vor der Pleite gerettet hätte. Doch jetzt scheint der österreichische Notebookhersteller nicht mehr auf die Hilfe der deutschen Medion-Gruppe angewiesen zu sein. Oberlehner rückt nämlich das vereinbarte Aktienpaket nicht heraus, wie die Financial Times Deutschland berichtet.

Medion dagegen beharrt auf der vertraglichen Vereinbarung und will die Herausgabe seiner Gericom-Anteile gerichtlich erzwingen. Dabei geht es um 24,9 Prozent der Gericom-Aktien, die Medion zustehen. Medion sei seinen Verpflichtungen nachgekommen und bestehe deshalb auf der Herausgabe der Aktien.

Gericoms Begründung für den Rückzieher: "Der eigentlich logische Schritt stellt sich inzwischen als ein großer Nachteil für Gericom heraus", so Gericom-Aufsichtsratschef Stefan Pierer. Gericom brauche die Finanzspritze nicht mehr und Lieferanten und Kunden von Gericom seien wegen des Einstiegs von Medion verunsichert.

Der Streit soll jetzt vor einem Schiedsgericht geklärt werden.


Gericom: Medion hat Pleite verhindert (PC-WELT Online, 25.03.2004)

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