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Gerichtsurteil: Verwendung von Raubkopien nicht strafbar

13.02.2002 | 16:36 Uhr |

Der oberste Gerichtshof der Republik Österreich hat ein sensationelles Urteil gefällt, das wohl noch lange für Gesprächsstoff sorgen dürfte. Die Verwendung von Raubkopien von Computerprogrammen wurde in einem konkreten Fall als nicht strafbar beurteilt, da sie der Angeklagte nur zur eigenen Verwendung benutzte!

Der oberste Gerichtshof der Republik Österreich hat ein sensationelles Urteil gefällt, das wohl noch lange für Gesprächsstoff sorgen dürfte. Die Verwendung von Raubkopien von Computerprogrammen wurde in einem konkreten Fall als nicht strafbar beurteilt, da sie der Angeklagte nur zur eigenen Verwendung benutzte, wie die Onlineausgabe des österreichischen "Kurier" berichtet.

Kläger in dem Prozess war Microsoft. Der Konzern hatte einen in Wien lebenden PC-Benutzer verklagt, weil dieser nicht lizenzierte Kopien von Microsoft Word 97, Windows 95, Outlook 97, Encarta 97 und anderen Programmen benutzt hatte. Die Raubkopien - insgesamt zehn CDs - hatte ihm sein Bruder geschenkt. Gekauft hatte dieser sie in der bulgarischen Hauptstadt Sofia für 50 österreichische Schilling pro CD.

Der Wiener installierte die Programme auf seinem Rechner, den er allerdings samt der darauf befindlichen Software auch an andere Personen vermietete.

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