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Microsoft muss XML-Funktion aus Word entfernen

23.12.2009 | 11:42 Uhr |

Microsoft hat vor einem US-Berufungsgericht eine schwere Niederlage erlitten. Das Gericht bestätigte ein älteres Urteil gegen Microsoft, demzufolge in der Textverarbeitung Word das Patent eines anderen Unternehmens illegal verwendet wird. Microsoft muss die betreffende Komponenten nun bis zum 11. Januar 2010 aus Word entfernen.

Microsoft muss demnach die Custom XML-Funktion aus Word respektive Office entfernen. An dieser Funktion hält das kanadische Unternehmen i4i die Patentrechte. i4i hatte deshalb Microsoft wegen Patentverletzung verklagt und vor Gericht Recht bekommen. Microsoft ging daraufhin in die Berufung und unterlag jetzt auch vor dem Berufungsgericht.

Microsoft muss zudem 290 Millionen US-Dollar (ca. 195 Millionen Euro) Schadenersatz an i4i zahlen. Viel schwerer wiegt jedoch, dass Microsoft bis zum 11. Januar die Custom XML-Komponente aus Office/Word entfernen muss, weil andernfalls ein Verkaufsstopp für Word droht. Die Redmonder teilten aber bereits mit, dass Microsoft diesen Termin einhalten könne und Word 2007 ab dem 11. Januar 2010 ohne die Custom XML-Funktion in den Handel käme. Microsoft arbeitet nach Branchenberichten bereits an einem Patch für Word und Office 2007, der die Custom XML-Funktion deaktiviert.

Betroffen von dem Urteil sind Microsoft zufolge nur Versionen von Word 2007 und Office 2007, die in den USA ab dem 11. Januar 2010 verkauft würden – das sagte zumindest Microsoft-Sprecher Kevin Kutz. Im kommenden Office 2010 (und auch in der bereits verfügbaren Beta von Office 2010) sei die Custom XML-Funktion gar nicht erst enthalten.

Mit Custom XML lassen sich Inhalte im XML-Format erstellen und Inhalt und Format voneinander trennen.

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