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Microsoft vs Motorola - neues Gerichtsverfahren gestartet

11.10.2012 | 15:13 Uhr |

Microsoft und Motorola streiten erneut vor einem deutschen Gericht wegen Android-Smartphones. Dieses Mal geht es um eine Microsoft-Patent für Karten.

Die Anwälte von Microsoft und Motorola sind am Donnerstag vor einem Gericht in München zu einem weiteren Patentrechtsverfahren angetreten. Microsoft wirft dem zu Google gehörenden Unternehmen Motorola vor, mit seinen Android-Smartphones und dem darauf installierten Google Maps gegen ein Karten-Patent von Microsoft zu verstoßen. In dem betreffenden Patent wird eine Methode beschrieben, wie Kartenmaterial einer Datenbank mit Ortsinformationen - etwa zu Unternehmen - aus einer zweiten Datenbank verknüpft wird. Microsoft wirft Motorola vor, diese Technologie über Google Maps auf den Android-Smartphones einzusetzen.

Microsoft hat Motorola Mobility und deren deutsches Schwesterunternehmen verklagt. Das Gericht hat für das Verfahren zwei Verhandlungstage angesetzt.

Microsoft hat gegen Motorola bereits drei Verfahren wegen des Verstoßen von Patenten gewonnen. In einem vierten Fall hatte ein Gericht in Mannheim erst kürzlich für Motorola entschieden. In einem der Verfahren hatte Microsoft ein Verkaufsverbot für diverse Motorola-Smartphones mit Android durchgesetzt. Nachdem auch Apple im September ein Verbot für einige Motorola-Smartphones durchsetzen konnte, hat Motorola derzeit in Deutschland laut der eigenen deutschen Website nur noch zwei Android-Smartphones im Angebot. Für Motorola spielt der europäische Markt derzeit aber ohnehin keine große Rolle, nachdem sich das Unternehmen eher auf die Märkte Nord-Amerika, Lateinamerika und China konzentriert.

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