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Gericht untersagt Gratis-ADSL-Zugangs-Angebot für Schulen

12.11.2003 | 16:37 Uhr |

Der niederländische Telekomkonzern KPN darf nach einer Gerichtsentscheidung vom Mittwoch Schulen keine kostenlose ADSL-Internetnutzung anbieten. Ein Angebot unter Kostenpreis sei nicht zulässig, entschied ein Richter in Den Haag in einer einstweiligen Verfügung auf Antrag eines Konkurrenz-Unternehmens.

Der niederländische Telekomkonzern KPN darf nach einer Gerichtsentscheidung vom Mittwoch Schulen keine kostenlose ADSL-Internetnutzung anbieten. Ein Angebot unter Kostenpreis sei nicht zulässig, entschied ein Richter in Den Haag in einer einstweiligen Verfügung auf Antrag eines Konkurrenz-Unternehmens. KPN hatte die Kosten seines auf drei Jahre begrenzten Projekts mit 75 Millionen Euro beziffert und das Angebot an die Schulen als eine Art Sponsoring bezeichnet.

Der klagende KPN-Konkurrent nl.tree betreibt in Zusammenarbeit von neun Kabelunternehmen einen Dienst, dem 11 000 Bildungseinrichtungen angeschlossen sind. Das Bildungsministerium hat den Vertrag mit dem Unternehmen zum Jahresende gekündigt und den Schulen die Möglichkeit zur Wahl eines eigenen Internet-Providers gegeben. Nach Ansicht des Richters hat KPN mit einem Anteil von 37 Prozent auf dem Markt für Breitband-Internet bereits eine dominierende Position.

KPN äußerte sich in einer ersten Reaktion enttäuscht über das Urteil und stellte Berufung gegen die Entscheidung in Aussicht.

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