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Gericht: Handy-Guthaben darf nicht verfallen

04.04.2006 | 18:07 Uhr |

Das Münchner Landesgericht hat den Verfall von Restguthaben nach einem bestimmten Zeitraum für unzulässig erklärt. Nach Aussage des Richters werde der Kunde in unangemessener Weise benachteiligt, da er mit der Einzahlung des Guthaben bereits eine Vorleistung erbracht habe. Geklagt hatte die Verbraucherzentrale Baden-Württemberg, nachdem sich Kunden über dieses Vorgehen beschwert hatten. Das Urteil richtet sich zwar in erster Linie an den Anbieter O2, allerdings könnten auch bald andere Netzbetreiber die Konsequenzen zu spüren bekommen.





Das Gericht untersagte ebenso die Klausel in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen, wonach Restguthaben nach Beendigung eines Vertrages verfällt. Damit sei der Kunde "unnötig und unzulässig" an den Anbieter gebunden und eine Vertragsauflösung würde wesentlich erschwert. O2 hat vier Wochen Zeit, gegen dieses Urteil Berufung einzulegen - bis dahin ist es nicht rechtskräftig. Man werde das Urteil prüfen, vorerst sind aber keine Veränderungen in den AGBs vorgesehen.

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