1372568

Amazons Cyber-Monday-Angebote müssen länger vorrätig sein

01.03.2012 | 20:19 Uhr |

Laut einem aktuellen Gerichtsurteil muss Online-Händler Amazon seine Cyber-Monday-Schnäppchen in Zukunft länger vorrätig halten.

Ganz in US-amerikanischer Tradition hat auch der deutsche Zweig von Online-Händler Amazon vor einigen Jahren die bekannten Cyber-Monday-Schnäppchen-Aktionen eingeführt. Dabei werden meist technische Produkte für einen bestimmten Aktionszeitraum zu Tiefstpreisen angeboten. Viele Interessenten kamen bislang jedoch nicht in den Genuss der saftigen Rabatte, denn die meisten Angebote waren bereits nach wenigen Sekunden ausverkauft.

Dieses Vorgehen hatte die Verbraucherzentrale Bundesverband (VZBV) kritisiert und ein Verfahren gegen den Internet-Händler eingeleitet. Das Urteil fiel heute beim Landgericht Berlin. Laut den Richtern darf Amazon in Zukunft nur noch mit „Tiefstpreisen“ locken, wenn die entsprechenden Waren auch mindestens 30 Minuten lang vorrätig bleiben – egal wie groß der Andrang auf die Schnäppchen ausfällt.

Premium-Ratgeber: Geld von Amazon

Seinen Weg nach Deutschland fand der Cyber Monday, in dessen Rahmen in den USA am ersten Montag nach Thanksgiving die Preise reduziert werden – im Jahr 2010. Bei der ersten Amazon-Aktion wurden unter anderem Sonys HD-Konsole PlayStation 3 und der Bravia-Fernseher KDL-32EX500 mit Preisnachlässen von bis zu 80 Prozent versehen. Die Aktion fand großen Anklang, sorgte durch den Ausverkauf nach nur wenigen Sekunden jedoch auch für viele frustrierte Amazon-Kunden.

0 Kommentare zu diesem Artikel
1372568