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Geplant: Geld verdienen mit Youtube

29.01.2007 | 13:59 Uhr |

Anwender, die derzeit Videos bei Youtube einsenden, können im besten Fall auf etwas Ruhm hoffen, ansonsten gibt es nichts für die Mühen. Dies könnte sich jedoch ändern. So plant Youtube, seine Anwender für eingesendete Videos zu bezahlen.

In einem Video auf Youtube erläutert Chad Hurley Mitbegründer und Chief Executive von Youtube, dass das Unternehmen derzeit an Plänen arbeite, seine Nutzer für das Einsenden von Videos zu bezahlen. Inwiefern das Ganze funktionieren soll, ließ Hurley allerdings offen.

Interessant sind an diesem Videobeitrag allerdings auch die Details zu Beginn, bei dem Hurley offenbar zu erkennen gibt, von welcher Seite dieser Vorstoß initiiert worden sein könnte. So bringt Hurley die Musikindustrie ins Spiel, die an diesen Videos ebenfalls mit verdienen könnte. Demnach habe man eine "Audio Fingerprint"-Technologie entwickelt, die automatisch erkennt, mit welchem Musiktitel ein Video unterlegt ist. Wird diese Technik fündig, könnte der betreffende Urheberechtsinhaber darüber informiert werden, der sich dann mit dem Urheber des Videos hinsichtlich einer Lizenzierung des Musiktitels in Verbindung setzen könnte.

Da wohl kein Anwender bereit wäre, dafür Geld auf den Tisch zu legen, könnte die geplante Bezahlung der Anwender seitens Youtube diese Kosten abdecken und eventuell bleibt auch noch ein klein wenig Geld für den Urheber des Videos übrig.

Hurley erklärt zudem, weshalb man nicht von Anfang eine Bezahlung der Nutzer im Sinn gehabt habe. Demnach wollte man zunächst eine stabile Community rund um Youtube aufbauen, die nicht in erster Linie an Geld interessiert war. Denn solche Anwender "würden sofort zum nächsten Anbieter wechseln, wenn dieser mehr bezahlt", so Hurley.

Bis es soweit ist, dürften die Youtube-Macher allerdings noch einiges zu tun haben. Das Schwierigste wird wohl sein, alle bislang eingesendeten und neu hinzu kommenden Videos dahingehend zu prüfen, wer eigentlich der Urheber des Werkes ist und damit auch die geplante Bezahlung erhalten darf.

Zwischen den Zeilen hören sich die Pläne allerdings weniger als ein Geschenk an die Anwender an, sondern vielmehr als ein Weg, langwierigen Streitereien mit der Musikindustrie aus dem Weg zu gehen. Ob der Nutzer von der Sache dann tatsächlich was hat, bleibt abzuwarten.

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