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Geplant: Autos warnen sich gegenseitig

07.12.2005 | 16:59 Uhr |

Forscher basteln am denkenden Auto. In kritischen Situationen sollen sich unsere fahrbaren Untersätze gegenseitig vor Verkehrshindernissen warnen.

Sie haben manchmal das Gefühl, dass Ihr Auto lebt? Besonders dann, wenn es nicht so will wie Sie? Dann können Sie noch davon ausgehen, dass Sie mit Ihrer Vermutung schief liegen. Doch das könnte sich bald ändern, Wissenschaftler forschen jetzt an einem Auto, das denkt.

An dem Projekt "Kognitive Automobile" arbeiten über 20 Ingenieure und Informatiker der Universität Karlsruhe und der TU München. Ihr Ziel: Fahrzeuge sollen in der Lage sein, ihre Umwelt selbstständig wahrzunehmen und daraus intelligente Handlungen abzuleiten.

"Wir möchten, dass Fahrzeuge komplexe Situationen im Straßenverkehr richtig einschätzen und angemessen darauf reagieren", erklärt Professor Dr. Christoph Stiller vom Institut für Mess- und Regelungstechnik der Universität Karlsruhe. Stiller denkt beispielsweise an einen Stau, den das Auto erkennt und deshalb selbstständig die Fahrgeschwindigkeit verringert.

Damit das klappt, muss das Auto die Umwelt über Sensoren wahrnehmen, diese Wahrnehmungen verstehen und die richtigen Schlüsse daraus ziehen. Doch damit nicht genug. Denn wenn nur das erste Auto vor dem Stau reagiert, bringt das noch nicht so viel. Spannend wird die Sache, wenn die Autos untereinander kommunizieren und ihre Erkenntnisse untereinander austauschen. So könnte ein Auto, das hinter einer Kurve im Stau steht, seinen Hintermann warnen, damit dieser rechtzeitig bremsen kann.

Hintergrund: Wenn der Chip auf die Bremse tritt

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