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George W. Bush verzichtet auf private Mails

07.04.2001 | 14:06 Uhr |

George W. Bush wird in Zukunft keine Mails mehr schreiben, so verlautet es aus dem Weißen Haus. Der Grund liegt nicht im fehlenden Vertrauen des Präsidenten in die Technik. Bush hat schlicht Angst vor dem Gesetz.

George W. Bush wird in Zukunft keine Mails mehr schreiben, so verlautet es aus dem Weißen Haus. Der Grund liegt nicht im fehlenden Vertrauen des Präsidenten in die Technik. Bush hat schlicht Angst vor dem Gesetz.

Der amerikanische Präsident gilt als öffentliche Person, deren Briefverkehr gesammelt werden darf. Alles, was aus dem Weißen Haus an Post verschickt wird, wird als öffentliches Dokument behandelt - das betrifft auch Mails. Befürworter der Meinungsfreiheit vertreten diese Position vehement.

Mit diesem Hintergrund ist die Angst des Präsidenten durchaus verständlich. So könnte es passieren, dass der Inhalt privater Mails an die Öffentlichkeit gelangt. Um dies zu vermeiden, schwor Bush von privater elektronischer Post ab. Diese selbstauferlegte Einschränkung betrifft allerdings nicht den offiziellen Mail-Verkehr.

Ironie des Schicksals: Während der Amtsperiode von Bill Clinton befürwortete Bush ebenfalls diese Kontrollmöglichkeit, um die Skandale seines Amtsvorgängers besser aufdecken zu können. (PC-WELT, 07.04.2001, ml)

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