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George W. Bush.com : (Kein) Zugriff aus dem Ausland möglich

27.10.2004 | 10:43 Uhr |

Seit Montag können Anwender außerhalb der USA nicht mehr auf die Website GeorgeWBush.com zugreifen. Auf dieser Seite rührt der amtierende US-Präsident die Werbetrommel für eine zweite Amtszeit. Nicht nur von Deutschland aus ist die Website nicht mehr erreichbar, sondern auch in vielen anderen Ländern. Die Sperre lässt sich allerdings kinderleicht umgehen. Wir zeigen wie.

Der US-Wahlkampf ist in der heißen Phase und findet nicht zuletzt auch im Internet statt. Die Web-Kampagne des amtierenden US-Präsidenten George W. Bush ist aber seit kurzem nur für US-Bürger erreichbar.

Wer im Ausland versucht, die Website GeorgeWBush.com aufzurufen, der erhält eine "403"-Fehlermeldung, in der ihm klar gemacht wird, dass er "nicht die erforderliche Berechtigung besitze", um die Seite anzuzeigen. Keine Probleme macht dagegen die Website des Kandidaten John Kerry. Die Seite www.JohnKerry.com lässt sich problemlos auch im Ausland aufrufen.

GeorgeWBush.com ist nicht nur für deutsche Surfer gesperrt. Auch beispielsweise aus London, Paris, Österreich, Oslo und Taipeh liegen Berichte vor, dass ein Zugriff auf die Seite nicht möglich ist.

Unser US-Nachrichtendienst IDG News bat die Verantwortlichen der Bush-Cheney-Kampagne um eine Erklärung für diese Ausgrenzung, erhielt allerdings keine Antwort.

Laut den britischen Netzwerkspezialisten Netcraft nutzt die Website GeorgeWBush.com seit Montag eine Netzwerk Management Technologie von Akamai Technologies, um den Zugriff auf die Seite zu beschränken. Über Akamai wird die Seite seit dem 21. Oktober ausgeliefert.

Fraglich bleibt, ob es sich um Absicht oder ein technisches Problem handelt. Die Sperre lässt sich allerdings auch kinderleicht umgehen. Und so funktioniert es:

Wenn zum Surfen ein US-Proxy-Server verwendet wird, dann greift auch die Sperre auf GeorgeWBush.com nicht mehr und Sie können wieder auf die Website zugreifen. Proxy-Server legen Kopien von Websites an, die Surfer häufig aufrufen. Steuert der Surfer dann eine solche Seite an, dann kann diese schneller an den Browser ausgeliefert werden. Der Proxy-Server leitet den Anwender auch zur Website weiter. Bei der Verwendung eines US-Proxy-Servers denkt die angesteuerte Seite dann, dass der Anwender aus den USA kommt.

Rufen Sie in Firefox das Einstellungsmenü auf und drücken Sie unter "General" den Button "Connection Settings…". Dort wählen Sie dann "Manual proxy configuration" aus und tragen unter "HTTP Proxy" beispielsweise den US-Proxy-Server "128.8.126.69" mit dem Port "3128" ein.

Im Internet Explorer legen Sie den zu verwendenden Proxy-Server im Eigenschaften-Menü fest. Wechseln Sie in den Reiter "Verbindungen" und tragen Sie den US-Proxy dort über den Button "Einstellungen" ein.

Eine Liste mit freien US-Proxy-Servern gibt es beispielsweise auf dieser Seite .

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