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Gema will mehr Handy-Gebühren

25.10.2000 | 16:40 Uhr |

Die Gema kassiert bereits jetzt für die Klingelmelodien auf Mobiltelefonen. Künftig möchte Musiker-Interessenvertretung noch mehr Geld kassieren.

Die Gesellschaft für Musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte (Gema) kassiert nicht nur bei jedem Musiktitel im Radio, auch für Klingelmelodien auf Handys wird kassiert.

Lebt der Urheber der Melodie noch oder sind die Urheberrechte noch nicht verfallen, zahlen die Hersteller pro Melodie 5 Pfennig. Die Gema hat jedoch eine neue, lohnendere Quelle aufgetan: UMTS-Handys.

UMTS-Handys werden mit der zur Verfügung stehenden Bandbreite die Übertragung von Filmausschnitten und sogar ganzen Musikstücken ermöglichen. Hierbei gilt es, die Rechte der Urheber zu wahren.

Wie hoch die Abgabe sein wird, steht noch nicht fest. Gema-Sprecher Hans-Herwig Geyer äußerte hierzu in einem Interview mit dem Spiegel: "Das hängt von der Häufigkeit der Nutzung und der finanziellen Dimension des UMTS-Marktes ab."

Ob nun der Hersteller des UMTS-Handys oder der Anbieter der multimedialen Inhalte für die Abgabe aufkommt, ist auch noch nicht entschieden. Doch schon jetzt werden von der Gema nicht nur die Hersteller der Mobiltelefone für die Einbindung von Klingelmelodien zur Kasse gebeten:

Wenn sich in ein Telefon neue Melodien übertragen lassen, müssen beispielsweise die Anbieter von Klingeltönen für jeden Abruf einer urheberrechtlich geschützten Melodie eine Vergütung in Höhe von zwölf Prozent auf den Netto-Endverbraucherpreis abgeben. (PC-WELT, 25.10.2000, sw)

Abgabe auf Computer geplant (PC-WELT Online, 6.9.2000)

Urheberabgabe: Bald auch für digitale Inhalte (PC-WELT Online 7.7.2000)

Gebühr für CD-Brenner: Gema fordert 20 Mark (PC-WELT Online, 15.10.1999)

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