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Geldautomaten lassen sich per SMS von Hackern knacken

25.03.2014 | 18:27 Uhr |

Mit einem Schadprogramm können Kriminelle manipulierte Geldautomaten per SMS zur Ausgabe von Bargeld bewegen.

Das Sicherheitsunternehmen Symantec warnt vor einer Malware namens Ploutus, mit der Cyberkriminelle bestimmte Geldautomaten manipulieren können. Das Schadprogramm tauchte zuerst in Mexiko auf, welche konkreten Gerätetypen betroffen sind, lässt Symantec offen.

Zur Installation von Ploutus müssen sich die Kriminellen Zugriff auf den Geldautomaten verschaffen. Besonders attraktiv hierfür seien Geräte, die einzeln vor Geschäften platziert wurden. Danach können die Angreifer per Zahlenpad oder über eine angeschlossene Tastatur Geld auswerfen.

Die neueste Version von Ploutus kann den Geldautomaten sogar mit einer SMS dazu bewegen, Geld in den Ausgabeschacht zu transportieren. Dazu muss im Vorfeld ein Mobiltelefon mit einer der internen USB-Buchsen verbunden werden.

Der große Umzug: Das Leben nach Windows XP und 7

Symantec warnt davor, dass auf 95 Prozent der Geldautomaten weltweit noch Windows XP installiert ist. Der Support für das Betriebssystem wird am 8. April eingestellt. Für Geldautomaten und ähnliche Geräte will Microsoft aber noch bis Januar 2016 für Updates sorgen. Dennoch rechnet Symantec in den nächsten Monaten mit einem starken Anstieg der Attacken auf Geldautomaten.

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