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Geld zurück von der Telekom

22.03.2001 | 15:32 Uhr |

Sie sind stolzer Besitzer eines DSL-Zugangs, doch die Einwahl ins Internet ist mehrere Tage lang nicht möglich. Die Gebühren werden aber trotzdem abgebucht. Das müssen Sie jedoch nicht hinnehmen. In begründeten Fällen können Sie eine Rückerstattung verlangen. Wir sagen Ihnen, wie Sie Ihr Geld zurück bekommen.

Sie sind stolzer Besitzer eines DSL-Zugangs, doch die Einwahl ins Internet ist mehrere Tage lang nicht möglich. Und zum Monatsende bucht die Telekom ihre DSL-Gebühren ab - womöglich zusammen mit den Kosten für die Flatrate. Das müssen Sie jedoch nicht hinnehmen und können in begründeten Fällen eine Rückerstattung verlangen. Wir sagen Ihnen, wie Sie Ihr Geld zurück bekommen.

Ein aktuelles Beispiel: Bei Tiefbauarbeiten wurde ein wichtiges Glasfaserkabel der Telekom beschädigt. Im Großraum München sind deshalb seit einigen Tagen einige Standleitungen, ISDN-Anschlüsse und DSL-Zugänge beeinträchtigt. Der superschnelle DSL-Zugang, auf dem man mehrere Monate sehnsüchtig gewartet hat, funktioniert also nun unter Umständen nicht mehr.

Gegen die technische Störung lässt sich zwar nichts machen, doch zumindest brauchen Sie für den Zeitraum, in dem Sie DSL nicht nutzen konnten, den Zugang auch nicht zahlen. PC-WELT hat für Sie nachgefragt, was Sie in einem solchen Fall tun müssen, um wieder an Ihr Geld zu kommen. Ben Rauch, Sachbearbeiter bei der Deutschen Telekom, erklärte gegenüber der PC-WELT, wie unsere Leser wieder zu ihrem Geld kommen.

Rauch empfiehlt folgende Vorgehensweise: Richten Sie schriftlich unter exakter Angabe Ihrer Kundendaten (Adresse, Kundennummer etc.) einen Einwand an die Adresse der Deutschen Telekom, die auf Ihrer Monatsrechnung steht. Beschreiben Sie darin detailliert den Leistungsmangel, also zum Beispiel: "Mein DSL-Anschluss war von 20. März 2001, 14:15 Uhr bis 22. März 2001, 15:30 Uhr nicht verfügbar." Nennen Sie - falls bekannt - den Grund für diesen Ausfall. Und bitten Sie um Erstattung des Betrags.

Ihre monatlichen Kosten werden auf die Tage, an denen Sie den vertraglich zugesicherten Dienst nicht nutzen konnten, umgelegt. Erwarten Sie sich daher bei einigen wenigen Ausfall-Tagen nicht zuviel. Wenn Sie DSL zu einem ISDN-Standard-Anschluss (Aufpreis 19,90 Mark) haben, bekommen Sie gerade einmal 70 Pfennig pro Tag erstattet. Bei einem T-Net-Anschluss ist die Sache schon etwas lukrativer: Bei 39,89 Mark DSL-Zuschlag fallen pro Tag 1,33 Mark an. Der betreffende Betrag wird dann von der Telekom zurückgebucht.

Ganz wichtig: Bevor Sie jetzt wild entschlossen das Schreiben aufsetzen, sollten Sie sich erst einmal vergewissern, dass der Fehler auch wirklich nicht durch Ihren PC oder Ihre DSL-Ausstattung verursacht wird. Rufen Sie deshalb zuerst die kostenlosen Servicenummern der Telekom oder von T-Online an (falls Sie über einen T-Online-Zugang DSL nutzen).

Erst nachdem dort festgestellt wurde, dass es sich um ein technisches Problem im Zuständigkeitsbereich der Telekom handelt, können Sie handeln. Vorausgesetzt, dass Problem besteht tatsächlich länger und nicht nur für wenige Stunden. Im Raum München ist der Zugang seit ungefähr drei Tagen nicht möglich. Bei Redaktionsschluss war das Problem noch nicht behoben.

Wie uns telefonisch versichert wurde, gibt es keine Mindestausfallzeit, ab der Sie erst Forderungen stellen können. Weitere Auskünfte erhalten Sie unter der kostenfreien Servicenummer der Deutschen Telekom: 0800 / 33 11 15. (PC-WELT, 22.03.2001, hc)

PC-WELT Ratgeber: Schneller ins Internet mit ADSL

Mobilcom: DSL-Flatrate für 59 Mark (PC-WELT Online, 21.03.2001)

Ende des DSL-Staus? (PC-WELT Online, 21.03.2001)

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