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Geld zurück bei Recovery-CD?

20.12.2000 | 07:12 Uhr |

Hunderttausende Computer-Käufer können nach Ansicht von Verbraucherschützern wegen unzulässiger Kopiersperren einen Teil des Kaufpreises zurückverlangen. Eine Recovery-CD stellt keine vollständige Sicherheitskopie dar und beschneidet somit die Rechte der Käufer.

Hunderttausende Computer-Käufer können nach Ansicht von Verbraucherschützern wegen unzulässiger Kopiersperren einen Teil des Kaufpreises zurückverlangen.

Viele Käufer könnten die von ihnen erworbenen, vorinstallierten Microsoft-Programme nicht auf neue Geräte laden, weil sie ohne vollständige Sicherungskopie verkauft werden, berichtete die Verbraucherzentrale NRW am Dienstag in Düsseldorf.

Durch diesen rabiaten Kopierschutz des Software-Riesen Microsoft würden die Rechte der Käufer unzulässig beschnitten. Werde die Festplatte zerstört oder ein neuer Rechner gekauft, könne der Kunde das Betriebssystem nicht mehr nutzen.

"Die Kunden erfahren davon zunächst nichts", meinte ein Sprecher der Verbraucherzentrale. Die beiliegenden CD-ROMs suggerierten sogar, dass eine komplette Kopie beiliege.

Jeder Käufer eines Computers habe Anspruch auf eine vollständige Sicherungskopie. Fehlen diese Kopien könne der Kunde vom Kauf zurücktreten oder Geld zurückverlangen. Unklar sei allerdings, wann die Ansprüche verjährten. Die Käufer sollten deswegen nicht lange zögern.

Einen Musterbrief und weitere Informationen gibt es von der Verbraucherzentrale NRW. (PC-WELT, 19.12.2000, dpa/ mp)

www.vz-nrw.de: Verbraucher-Zentrale NRW

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