188364

Geld verdienen mit Domains

Inhaber kurzer, prägnanter Internetadressen wie boerse.de oder geld.de könnten mittlerweile Millionäre sein. Der Handel mit solchen Adressen boomt. Wer sich selbst eine Adresse sichern will, sollte jedoch einige Grundsätze beachten. Mit Marken-, Unternehmens- oder Prominentennamen sollte man vorsichtig sein. Nicht gerade selten flattern den Inhabern anwaltliche Abmahnungen ins Haus.

Wer sich vor ein paar Jahren prägnante Internetadressen wie www.geld.de oder www.boerse.de gesichert hat, der könnte mittlerweile Millionär sein. Der Handel mit solchen Adressen ist ein lohnendes Geschäft, so wechselte business.com für umgerechnet 15 Millionen Mark den Besitzer. Der Pazifikstaat Tuvalu verkaufte sein Kürzel .tv gar für 100 Millionen Mark an eine US-Firma.

Alle zehn Sekunden wird bei der zentralen deutschen Registrierstelle Denic in Frankfurt eine neue Adresse mit der Endung .de angemeldet. Mittlerweile sind es über 2 Millionen. Wer in den Handel mit den Adressen einsteigen will, muss ein paar Grundsätze beachten. "Bei juristischen Konflikten in Zusammenhang mit Domains sind Streitwerte um 100 000 Mark keine Seltenheit", so Wirtschaftsjurist Florian Huber auf der Homepage www.domain-recht.de. "Selbst eine einfache wettbewerbsrechtliche Abmahnung durch einen Anwalt kann schnell mit 1000 Mark zu Buche schlagen."

Meiden sollte man vor allem Marken- oder Unternehmensnamen wie "krupp", das gelte auch dann, wenn man zufällig Stefan Krupp heißen sollte. Um einen Rechtsstreit zu vermeiden, sollte man auch die Finger lassen von sogenannten "Tippfehlerdomains" wie persol.de.

Das Bundesverfassungsgericht entscheidet möglicherweise dieses Jahr auch, ob rein beschreibende Bezeichnungen wie mitfahrzentrale.de zulässig sind. Diese könnten wettbewerbswidrig sein. (PC-WELT, 24.04.2000, dpa/ hr)

Tipps zum Domain-Recht (von Florian Huber)

'.de' bald ausverkauft (PC-WELT, 03.04.2000)

0 Kommentare zu diesem Artikel
188364