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Geklaute Promi-Nacktfotos: FBI durchsucht Häuser

11.06.2015 | 13:35 Uhr |

Das FBI scheint die Hacker enttarnt zu haben, die Nacktfotos von Jennifer Lawrence, Ariana Grande und anderen Promis aus deren iCloud stahlen und im Internet verbreiteten. Die Polizei kam den Dieben recht einfach auf die Spur.

Ende August 2014 tauchten Nacktfotos prominenter Schauspielerinnen im Internet auf: Von Jennifer Lawrence, Ariana Grande, Victoria Justice, Kate Upton und anderen Stars. Nun scheint eine Spur zu dem und den Hacker(n) zu führen, der/die die pikanten Aufnahmen damals aus deren iCloud-Speichern gestohlen hat/haben. Der Foto-Diebstahl ging als Celebgate durch die Medien.

Wie Spiegel Online berichtet, konnte die US-Bundespolizei einige der Hackerangriffe auf eine bestimmte IP-Adresse zurückverfolgen. Die zu einem Anschluss im Süden von Chicago gehört, einem Einfamilienhaus. Das FBI führte dort am 15. Oktober 2014 eine Hausdurchsuchung durch und beschlagnahmte dabei Rechner, Mikro-SD-Karten, Handys, einen Amazon Kindle und Festplatten. Die Aktion wurde aber erst jetzt bekannt.

Von der besagten IP-Adresse sollen die Mailaccounts und ICloud-Speicher von mehreren Hundert Apple-Geräten über mehrere Monate hinweg angesteuert worden sein. 572 iCloud-Konten sollen von dieser IP-Adresse aus insgesamt 3263 Mal angesteuert worden sein. Zwischen dem 31. Mai 2013 und dem 31. August 2014.

Die meisten iClouds gehörten Schauspielern, Models und deren Angehörigen. Von acht dieser Celebgate-Opfer nennt das FBI die Namenskürzel: A.S., C.H., H.S., J.M., O.W., A.K., E.B. und A.H . Das US-Promi-Klatsch-Weblog Gawker löst diese Kürzel folgendermaßen auf: Abigail Spencer, Christina Hendricks, Hope Solo, Jennette McCurdy, Olivia Wilde, Anna Kendrick, Emily Browning znd Amber Heard.

Anscheinend gibt es aber noch eine zweite IP-Adresse aus Chicago, von der aus ebenfalls auf fremde iCloud-Speicher zugegriffen wurde; das FBI hat also zwei Häuser in Chicago durchsucht, wie The Guardian berichtet. Von dieser zweiten Adresse griff der Hacker auf 330 iCloud-Konten zu. Zwischen Mai und August 2014, wie die Chicago Sun-Times erklärt.

Das FBI soll bis jetzt aber niemanden verhaftet haben und immer noch ermitteln. Die Passwörter für die iCloud-Zugänge erbeuteten der oder die Angreifer vermutlich durch Phishing, vermutet das FBI.
 

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