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Geheimes Projekt: Youtube bald auch für Fotos und Texte?

25.08.2016 | 12:34 Uhr |

Youtube soll unter dem Codenamen "Backstage" an einem Projekt arbeiten, welches den Video-Dienst verändern soll.

Statt "nur" Videos zu verbreiten, könnte Youtube sich in ein soziales Netzwerk verwandeln. Jedenfalls soll Youtube laut einem Bericht von Venture Beat im Geheimen an einem Projekt arbeiten, welches intern den Namen "Backstage" trägt. Backstage soll es den Youtube-Nutzern erlauben, nicht nur Videos zu verbreiten, sondern auch Texte, Fotos, Umfragen, Links und andere Inhalte mit ihren Abonnenten zu teilen.

Einer internen Quelle zufolge soll Backstage gegen Ende des Jahres für Desktop und Mobile starten. Die von den Nutzern veröffentlichten Inhalte sollen wie bei Facebook und anderen sozialen Netzwerken in einer chronologischen Reihenfolge veröffentlicht werden. Die Abonnenten eines Youtube-Kanals sollen dabei jedes Mal eine Benachrichtigung erhalten können, wenn ein neuer Inhalt online geht. Dieser Inhalt kann dann mit anderen Youtube-Nutzern oder in anderen Netzwerken geteilt werden.

Ziel des Projekts "Backstage" sei es, den Youtube-Nutzern neue Möglichkeiten zu bieten, miteinander in Kontakt zu treten und Inhalte auszutauschen. Einen ähnlichen Versuch gab es bereits, als Google versuchte, Youtube und Google+ miteinander besser zu verknüpfen und einen Google-Plus-Zwang für die Nutzung einführte, der dann aber schließlich im Juli 2015 wieder abgeschafft wurde.

Das Ziel, welches Youtube mit Backstage verfolgt, dürfte auf der Hand liegen: Je mehr Zeit die Nutzer auf Youtube verbringen, desto mehr profitiert Youtube davon. Schließlich hat jeder Nutzer ein begrenztes Zeitbudget und alle Internet-Dienste versuchen, einen möglichst großen Teil davon zu erhaschen. Auf der anderen Seite wildert auch bereits Facebook mit seinen (Live-)Video-Funktionen in Youtube-Gefilden, so dass ein Konter seitens Youtube logisch erscheint.

Bisher hat Google die Existenz von Backstage noch nicht offiziell bestätigt. Gegenüber Venture Beat erklärte ein Google-Sprecher, dass man Gerüchte oder Spekulationen nicht kommentiere.

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