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Geheime Adressen über Google geleakt

16.03.2015 | 18:09 Uhr |

Ein Fehler im Dienst Google Apps machte mehr als 280.000 geheime Datensätze im Internet öffentlich.

Über den Dienst Google Apps können Internet-Nutzer neue Domains auf ihren Namen registrieren und diese automatisch mit Google-Services wie etwa Calendar, Mail oder Docs verknüpfen. Etwa 280.000 der bei Google Apps hinterlegten Datensätze mit Namen, Adressen, Telefonnummern und Emails-Adressen wurden am Wochenende versehentlich im Internet veröffentlicht. Wie der US-Konzern Cisco berichtet, war eine Sicherheitslücke in Google Apps für den Leak verantwortlich.

Besonders ärgerlich: Die Betroffenen hatten für eine Gebühr von rund sechs US-Dollar jährlich eine WHOIS Privacy Protection hinzu gebucht. Ihre Namen sollten damit bei einer WHOIS-Suche nach Betreibern von Websites nicht preisgegeben werden. Stattdessen wären bei einer entsprechenden Suche nur die Kontaktdaten des US-Vertreters eNom angezeigt worden.

Mit diesen Tools bleiben Sie im Internet anonym

Vom aktuellen Datenleck, das von Google inzwischen geschlossen wurde, sollen 282.867 Kunden betroffen sein. Diese müssen nun eventuell Identitätsdiebstahl und Spam-Attacken fürchten. Mitte 2013 war es bereits zu einem ähnlichen Zwischenfall gekommen. Google hatte damals die Verlängerungen des Anonymisierungsdienstes bei zahlreichen Nutzern nicht berücksichtigt, wodurch deren Daten versehentlich öffentlich gemacht wurden.

Video: Die unglaublichsten Sicherheitslücken im Internet
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