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Geheimdienste wollten Play Store unterwandern

21.05.2015 | 18:06 Uhr |

Ein Dokument aus dem Fundus von Edward Snowden zeigt, wie Geheimdienste App-Stores unterwandern wollten.

In dieser Woche wurde ein neues Geheimdokument aus dem Fundus von Whistleblower Edward Snowden veröffentlicht. Dabei handelt es sich um eine drei Jahre alte Präsentation der Geheimdienste von Australien, Kanada, Neuseeland, Großbritannien und den USA. Das Dokument mit dem Titel „Synergising Network Analysis Tradecraft“ durch das so genannte „Network Tradecraft Advancement Team (NTAT)“, zeigt Möglichkeiten auf, mit denen die Geheimdienste Googles Play Store und Samsungs App-Store unterwandern wollten.

Den Ausführungen zufolge, sollten die Behörden Verbindungen kapern, die beim Browsen in den App-Stores zwischen dem Mobilgerät des Nutzers und den Servern der Diensteanbieter aufgebaut werden. Dabei sollte Spyware auf dem Smartphone oder Tablet des Opfers installiert werden. Dieses Geheimdienst-Tool hätte dann künftig das Smartphone des Nutzers überwachen können, ohne dass dieser etwas davon bemerkt. Das „Implantat“ sollte den Namen IRRITANT HORN tragen und Daten ohne das Wissen des Smartphone-Besitzers übertragen.

Edward Snowden will heim in die USA

Die Umsetzung dieses Konzept wäre aktuell nicht mehr möglich. Die aktuellen Sicherheitsprotokolle des Google Play Store machen das Infizieren von Apps mittlerweile fast unmöglich. Weder Samsung noch Google wollten sich zu den geleakten Dokumenten äußern.

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