19.06.2012, 18:04

Michael Söldner

Gegenschlag

Anonymous droht GEMA mit Hacker-Attacken

©Anonymous

Mit einem weitreichenden Hacker-Angriff will sich Anonymous für die Weitergabe von IP-Adressen durch die GEMA an das BKA rächen.
In der vergangenen Woche kam es zu zahlreichen Hausdurchsuchungen bei 106 vermeintlichen Mitgliedern der Hacker-Gruppe Anonymous. Als wichtiger Hinweis auf die Aktivitäten des Kollektivs dienten dem BKA IP-Adressen, die von der GEMA bei einem früheren Angriff erhoben und an die Polizei weitergegeben wurden.

Anonymous zeigt sich indes wenig eingeschüchtert droht mit einem Gegenschlag. In einem Webvideo wird die Politik der GEMA kritisiert und gleichzeitig ein Hacker-Angriff angekündigt, der als Reaktion auf die Provokation dienen soll.

Der 2011 stattgefundene Angriff von Anonymous auf die GEMA fand vor dem Hintergrund statt, dass die von der GEMA erhobenen Lizenzgebühren von Google als zu hoch empfunden wurden. Entsprechend verzichtet der Betreiber von YouTube bis heute auf eine Veröffentlichung von Musikvideos auf seinem Portal. Deutsche Nutzer erhalten immer häufiger eine Meldung, die darauf verweist, dass das betreffende Video hierzulande nicht aufgerufen werden kann.
Gesperrte Webinhalte aufrufen: Youtube und Co. ohne GEMA-Sperre

Inwieweit Anonymous seine Drohung wahr macht und die Webseite der Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte (kurz: GEMA) mit einer Attacke außer Gefecht setzt, bleibt abzuwarten.
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