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Gegen Smartphones: Bar-Besitzer schirmt mit Faraday-Netz ab

04.08.2016 | 16:12 Uhr |

Mit einer elektronischen Abschirmung will ein Pub-Besitzer aus England gegen Handy-Nutzer vorgehen.

Immer mehr Bars und Kneipen bieten ihren Gästen kostenlos WLAN an. Steve Tyler, Inhaber des Gin Tub im südenglischen East Sussex, geht den umgekehrten Weg: Er blockiert Mobilfunksignale , um die Atmosphäre in seiner Kneipe zu verbessern.

Laut Betreiber würden soziale Medien die britischen Pubs langsam zerstören. Mit einer in die Wand eingelassenen Abschirmung – einem faradayschen Käfig – verhindert Tyler, dass Handystrahlen den Weg in den Pub finden. Damit will der Betreiber die Besucher seines Pubs dazu zwingen, direkt miteinander in Verbindung zu treten.

Im Gegenzug hat Tyler an den Tischen seiner Bar altmodische Telefone installiert, mit denen sich Gäste gegenseitig anrufen können. Dennoch warnen Experten aus dem Bereich soziale Medien davor, dass diese Einschränkung speziell junge Gäste vom Besuch der Bar abhalten könnte. Rechtlich ist Tylers Vorgehen durch ein Gesetz aus dem Jahre 2006 abgesichert, da er keine Jammer einsetzt, die durch eigene Signale das Mobilfunknetz blockieren.

Sicher auch ein rotes Tuch für den Bar-Besitzer: Der Pokémon-Go-Hype

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