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Notebook-Festplatte mit AES-Verschlüsselung

22.04.2008 | 15:22 Uhr |

Eine neue 2,5"-Festplattenserie von Fujitsu enthält eine Hardware-basierte Komplettverschlüsselung. Dadurch sollen gespeicherte Daten im Falle von Diebstahl oder Verlust des Notebooks sicher vor Datendieben sein.

Immer wieder machen Berichte über Datenverluste bei Unternehmen und Behörden Schlagzeilen, die durch gestohlene oder verlorene Notebooks entstehen. Fallen die Geräte in die falschen Hände, können gespeicherte Daten von Kriminellen missbraucht werden. Der Hersteller Fujitsu will nun eine eine Notebook-Festplatte mit 2,5"-Formfaktor heraus bringen, die eine Hardware-basierte Verschlüsselung bietet. Diese erfolgt mit dem als sicher geltenden AES-256-Verfahren (Advanced Encryption Standard mit 256 Bit).

Die Daten werden beim Schreiben auf die Festplatte automatisch verschlüsselt und beim Lesen wieder entschlüsselt. Durch die in die Laufwerkselektronik integrierte Verschlüsselungstechnik sind die Daten auch dann noch geschützt, wenn die Festplatte ausgebaut und an einen anderen Rechner angeschlossen wird. Das Passwort soll zu keinem Zeitpunkt im Speicher Rechners vorliegen und dadurch sicher vor Key-Loggern sein.

Eine als "Advanced Secure Erase" bezeichnete Funktion soll die Daten zudem innerhalb einer Sekunde sicher löschen. Das ist etwa dann sinnvoll, wenn das Notebook oder die Festplatte einen neuen Besitzer bekommen soll. Zeitaufwendige Löschaktion mit spezieller Software, die alle Daten mit besonderen Algorithmen mehrfach überschreibt, können entfallen.

Die "MHZ2 CJ" Serie läuft mit 7200 U/min und ist mit 16 MB Cache sowie einer schnellen S-ATA-II-Schnittstelle ausgestattet, mit der Transferraten von bis zu 300 MB/s erreicht werden sollen. Es sind Varianten mit 80 bis 320 GB unformatierter Speicherkapazität geplant. Fujitsu kündigt den Verkaufsstart für Ende Mai 2008 an und will bis Ende des Jahres zwei Millionen Stück verkaufen. Angaben über Verkaufspreise macht Fujitsu von nicht.

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