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Geforce 3 im Test

05.03.2001 | 16:51 Uhr |

Erst vor wenigen Tagen wurde der NVidia Geforce3-Chip offiziell vorgestellt. Die endgültigen Treiber fehlen zwar noch, doch unsere Kollegen vom Tecchannel haben schon jetzt erste Tests durchgeführt. Diese Ergebnisse präsentieren wir Ihnen hier.

Erst vor wenigen Tagen wurde der NVidia Geforce3-Chip offiziell vorgestellt. Die endgültigen Treiber fehlen zwar noch, doch unsere Kollegen vom Tecchannel haben schon jetzt erste Tests durchgeführt. Diese Ergebnisse präsentieren wir Ihnen hier.

Der Testkandidat war eine MSI StarForce 822 mit der Firmware-Version 3.20.00.04.00 und mit dem Beta-Treiber 10.50. Sie war mit 64 Megabyte DDR-RAM mit einem Speichertiming von 3,8 ns ausgestattet.

Der Grafikprozessor hat einen großen Kühlkörper samt Lüfter, einen Core-Takt von 200 Megahertz und einen Speichertakt von 230 Megahertz (460 Megahertz DDR). Die Grafikkarte wurde auf ihre Leistungsfähigkeit mit zahlreichen 3D-Spielen und einigen Benchmarkprogrammen getestet. Vergleichskandidaten waren unter anderem die Geforce2 Ultra und GTS und Pro sowie von ATI die Radeon - alles Karten mit 64 Megabyte Grafikspeicher. Getestet wurde auf einem AMD Athlon 850 Megahertz mit 256 Megabyte PC133-RAM, 1024x768-Auflösung in 16-, 24- und in 32-Bit-Auflösung.

Im 3DMark2000-Test konnte die Grafikarte ihre 3D-Fähigkeiten vollauf bestätigen. Deutlich verwies sie die Geforce2 Ultra auf den zweiten Rang.

In Expendable, einem Direct3D-Spiel, enttäuschte sie jedoch und landete auf dem letzten Rang. Ähnlich bei Re-Volt. Die Tester machen hierfür die Betafassung des Treibers verantwortlich. In dem Spiel MDK2 mit einer 16-Bit-Farbtiefe konnte die Geforce3-Karte hingegen wieder überzeugen, allerdings lag sie nur mit 0,1 Punkten vor der Geforce2 Ultra. Nachdem die Farbtiefe auf 32 Bit erhöht wurde, konnte die Geforce3 ihre Stärke voll ausspielen.

In Bezug auf ihre FSAA-Performance (Full Scene Anti-Aliasing) und -Qualität konnte die GeForce3 unter OpenGL schon mit sehr guten Ergebnisse aufwarten. Eine endgültige Beurteilung kann jedoch erst mit Serienboards und -treibern erfolgen.

Die Geforce3-Karte lief stabil, nur mit der Einstellung von Auflösungen in Spielen und den FSAA-Modi hatte der verwendete NVidia-Betatreiber Version 10.50 Probleme. Die GeForce3 zeigte unter Unreal Tournament, Re-Volt und Expendable deutliche Performance-Einbussen gegenüber den GeForce2-Chips. Bei 3DMark2000 und Indy3D-Simulation konnte sie hingegen ihre Stärken ausspielen.

Die von Nvidia in Aussicht gestellte Leistungssteigerung um das Siebenfache gegenüber der GeForce2 GTS erwies sich im Beta-Test jedoch als nicht nachvollziehbar. Hier muss man noch auf die endgültigen Treiber warten. Die Leistungsaufnahme der Karte lag auf dem Level der GeForce2 Ultra.

Die getestete Karte hat einen TV-Ausgang und einen S-Video-Adapter. Ferner gehört ein MSI-Soft-DVD-Player sowie eine Kurzanleitung und Utilitys wie das Overclockingtool 3D!Turbo 2000 zum Ausstattungsumfang. Der vorläufige Preis liegt bei 1200 Mark. (PC-WELT, 05.03.2001, hc)

Der auführliche Test

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