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Geforce 3: Alter neuer Bug

08.03.2001 | 15:43 Uhr |

Noch ist hierzulande keine Geforce-3-Karte erhältlich und schon tauchen erste Bugs auf. Na ja - wenn man ehrlich ist, ist es kein echter Bug und schon gar kein neuer. Mit Hilfe eines Eintrags in die Registry lässt sich der Fehler umgehen. Nebenbei wird auch die Bildqualität verbessert. Auch Besitzer einer Geforce 2-Karte können hiervon profitieren.

Noch ist hierzulande keine Geforce-3-Karte erhältlich und schon tauchen die ersten Bugs auf. Na ja - wenn man ehrlich ist, ist es kein echter Bug und schon gar kein neuer. Vielmehr ist es ein alter, der sich bei Nvidia schon durch mehreren Geforce-Generationen zieht. Warum er nicht einfach behoben worden ist, wird wohl ein Rätsel bleiben.

Der Bug betrifft die Texturen-Kompression. Der Geforce-3-Chip unterstützt fünf verschiedene Formate: DXT1 bis DXT5. Die Macke des sündhaft teureren Geforce-3-Chips steckt im DXT1-Format.

Das Problem ist (vereinfacht dargestellt) folgendes: Um platzfressende Texturen zu packen und damit Speicherplatz einzusparen, werden diese mit Hilfe der Texturen-Kompression gepackt. Wenn die Texturen gebraucht werden, entpackt der Grafikchip sie wieder und zeigt sie anschließend an. Bei der Kompression mit Hilfe von DXT1 wird der Farbverlauf der Texturen mitkomprimiert. Bei der Dekompression werden die Farbverläufe aus den komprimierten Daten wieder interpoliert. Der Geforce-Chip nutzt bei der Interpolation lediglich eine Genauigkeit von 16 Bit. Andere Grafikkarten nutzen dafür immerhin 24 Bit und haben dadurch bei Texturen mit feineren Farbverläufen eine bessere Bildqualität.

Beim "normalen" Spielen von 3D-Games bemerkt man kaum die schwächere Bildqualität. Nimmt man sich aber mal die Zeit und vergleicht ein "richtiges" Bild mit einem "falschen" Bild bemerkt man die Fehler.

Nvidia versucht mittlerweile das Problem mit den aktuellen Detonator 6.50-Treibern in den Griff zu bekommen. Dabei wird mittels eines Registry-Eintrags der Grafikchip gezwungen, bei DXT1-Kompression die DXT3-Dekompressionsroutinen zu verwenden. Dies geht allerdings auf Kosten der Geschwindigkeit und funktioniert nur bei OpenGL-Spielen.

In der Registry muss nach der Installation der Nvidia-Treiber unter "HKEY_LOCAL_MACHINE->System->Class->Display->0000->Nvidia->OpenGL" der Key "S3TCQuality" hinzugefügt werden. Dieser Key muss den Wert "0x00000001" erhalten, um die Lösung des DXT1-Problems zu erreichen. Wer sich nicht die Mühe machen will, den Eintrag in der Registry selbst zu machen, kann über die unten angegebenen Links jeweils eine Datei für Windows 9x/ME und Windows 2000 herunterladen.

Nach dem Download machen Sie einen Doppel-Klick auf die Datei. Sie werden dann gefragt, ob die Informationen der Registry-Datei hinzugefügt werden sollen - diese Frage muss mit "Ja" beantwortet werden. Anschließend findet sich in der Registry der passende Eintrag an der genannten Stelle.

Auch Besitzer einer Geforce-2-Grafikkarte sollen davon profitieren, wenn sie den Registry-Wert hinzufügen. (PC-WELT, 08.03.2001, pk)

Download von DXT1-Fix für Nvidia (Windows 9x/ME)

Download von DXT1-Fix für Nvidia (Windows 2000)

Download der offiziellen Detonator-Treiber 6.50 von Nvidia

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